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12.6.15 RSV 05 Weg von Bursfelde nach Lippoldsberg

Dumm di Dumm di Dumm.. es flutscht heute, Brötchen sind geschmiert, Sachen bereit, Körper in Sonnencreme ertränkt und es kann losgehen.  Soll es heute echt so heiß werden, also im Moment ist es „Mädchen“-Frisch. Die Männer rennen ja schon bei 12 Grad in kurzer Hose herum, aber ich brauch da schon mal so 25 Grad. Also hab ich mir vorsichtshalber die „TAO“- Jacke übergeworfen und wir saßen noch etwas im Garten der „Klostermühle“ Bursfelde, falls es spontane Mitläufer gibt, dass sie die Chance bekommen, mit zu laufen. Es kam niemand, aber ich wusste ja, dass ein paar Kilometer  weiter, in Oedelsheim, zwei Mädels dazu stoßen werden :-)

Also ging ich erst einmal los, Christian ist mit dem Auto vor gefahren, bis Oedelsheim und blieb dort, falls etwas passieren sollte, war er immer in der Nähe. Es ist ja Murphys Gesetz, ich bin das erste Mal ganz allein unterwegs, dann würde was passieren. MP3 Player ins Ohr, was quatsch ist, der passt gar nicht rein, sondern nur die dazugehörigen Ohrstöpsel und schön an der Weser weiter. Ich mag Klangkarussell im Moment sehr gern und beim gehen finde ich das sehr entspannend. Was vielleicht aber einige nicht wissen, in den Liedern kommt ein Klingeln immer wieder vor, ich sprang  immer wieder zur Seite, damit der vermeintliche Radfahrer vorbei kann. Wie peinlich. Es gibt aber eine Sache, die mich echt richtig geärgert hat, es gibt ein Schild, mit dem ganz klar festgelegt wird, dies ist ein Fußgänger- und Radweg. Ich wurde zwei mal fast umgefahren, so dermaßen rücksichtslos und dann bekommt man noch blöde Sprüche, weil ich leider nicht genau gerade aus laufen kann. Ist es schwierig, die Geschwindigkeit zu drosseln? Darüber habe ich mich arg geärgert. In Oedelsheim angekommen, wartete Christian schon auf mich und wir setzten uns in ein kleines Lokal, wieder direkt an der Weser, ins „Fährhaus“.  Nun machten sich Muskelkrämpfe breit und Nervenschmerzen, aber auch dagegen bin ich gerüstet, wieder Magnesium in die Figur geworfen und nach einigen Sekunden ließ es mehr und mehr nach. Ich habe eine Kleinigkeit gegessen, denn ich war etwas früher als mit meinen Mitläuferinnen verabredet und man kann die Zeit ja sinnvoll nutzen 😉  Ich liebe essen, oder wie Susi sagen würde: “ Ich jogge nur, weil ich viel zu gerne esse!“

Es wurde schon wieder so warm, warm und nochmal warm, aber da sah ich schon zwei strahlende Gesichter, in einem schicken dunkelblauen Trikot.

Zwei der NullfünferGirls vom RSV 05 Göttingen, wir kannten uns bisher nur vom schreiben über Facebook, aber wir verstanden uns auf Anhieb. Jenny und Melanie, sie waren sehr sportlich, mal gucken, ob sie mich nicht aus Versehen verlieren 😉  Gleich ging es weiter in Richtung Lippoldsberg.

Weg von Bursfelde nach Lippoldsberg
Weg von Bursfelde nach Lippoldsberg

Nun ratet mal, von der Aussicht und der Natur waren beide genauso beeindruckt, wie ich seit Tagen schwärme. Wir quatschten über alles, was die Welt hergab, wie Mädels nun mal so sind und ziemlich flink waren wir leider (!) da.  Da haben wir aber alle nicht schlecht geschaut, als wir den Kilometerzähler raus holten und dieser 14,9 km anzeigte. Ja wir schaffen es, so viele Kilometer einfach zu verquasseln. Ihr kennt es sicher selber 18 Uhr verabredet und die Gespräche sind so witzig und vertieft, dass ihr „10 Minuten“ später auf die Uhr schaut und BÄHM 23:18 Uhr. Wie erklärt ihr das zu Hause… Bei uns war es ähnlich, zack, wir waren in Lippoldsberg.

Wir kamen zur Klosterkirche und wurden dort vom Ortsvorsteher Herrn Höffker, einer Bürgerin, Eikenbergs und natürlich Christian empfangen. Wie viele schön Dinge wir in der näheren Umgebung haben, ist schon kaum zu glauben. Ein wunderschöner Klosterhof lag dort, eine aus Naturstein gebaute Herberge im originell eingerichteten Zustand, es war kühl da drin, einfach toll.

Weg von Bursfelde nach Lippoldsberg
Weg von Bursfelde nach Lippoldsberg

Und dann führte uns Herr Höffker in die Kirche, 1151 erbaut und so erhalten und gepflegt. Wir waren alle ganz sprachlos, das hat was zu heißen und genossen jede Erklärung dieses Klosters, in dem Benedictina Nonnen bis Anfang des 16. Jahrhundert lebten. Seit dem wird alles so erhalten und sehr gepflegt. Auf den wichtigsten Gast, einen Turmfalken, wurde auch hingewiesen und er stellte sich ganz kurz „vor“.  Dass ich auf meinem Lauf solch kulturelle Schätze entdecken darf, ist mein persönliches „i“ Tüpfelchen.

Weg von Bursfelde nach Lippoldsberg
Weg von Bursfelde nach Lippoldsberg

Zu guter Letzt gab es sogar eine liebevoll geschriebene Karte mit einer großzügigen Spende. Vielen lieben Dank an Herr Höffker und an Lippoldsberg!

Montag starte ich direkt von der Klosterkirche, 10:00 Uhr und es geht nach Uslar :-)    neue Woche, neues Abenteuer… bis dahin Eure Kathi

2 Gedanken zu „12.6.15 RSV 05 Weg von Bursfelde nach Lippoldsberg“

  1. Es ist immer wieder klasse deine Berichte zu lesen…da läuft man gefühlt irgendwie mit! Weiter so! 😉

    1. Das freut´ mich sehr, ich wünsche Dir und Timo ein schönes Wochenende, fühl´ dich gedrückt

Kommentare sind geschlossen.