isbh_1923

18.6.15 der RUBINA Weg von Adelebsen nach Hevensen

Heute weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich schreibe euch ja immer über die schönen Wege und die tolle Landschaft, das muss ich aber heute sehr kurz fassen. Also, Wege waren echt super, weil es gab Rad- oder vernünftige Feldwege. Zu Beginn haben wir ordentlich einen nassen Hintern bekommen und die Schuhe quietschten, aber dann kam Sonne & Wind und man fühlte sich ein wenig, wie an der See, das war herrlich, empfanden genau so auch meine Mitläuferinnen Gabi und Rebecca (von KIMBU :-) ) Wir wurden sogar morgens von einem KIMBU-Einsatzwagen zum Start gefahren *stolz*.  Wir haben und nicht verlaufen, das ist diese Woche ja echt schon rekordverdächtig. Dennoch kamen wir auf einige Km mehr. Nun aber zu meinem wundervollen Tag, den Weg müssen wir mal auslassen 😉

Wir kamen nach einiger Zeit, noch im Regen, an einem Minigatter vorbei, in dem lauter Entenküken saßen. Ich würde dann aber von den Kenner verbessert, es waren Gänseküken. Die waren so süß und ich als Großstadtgöre hatte so ein süßes Ding noch nie von so nah gesehen. Die kleinen waren so gar nicht scheu und kamen sofort an pikten an meinen Fingern. Ich war verliebt. So knuffige kleine Wesen. Ich war echt eine Weile mit den kleinen beschäftigt, als wir dann bald weiter ziehen mussten. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass es ein „Tier-Erlebnistag“ wird. Ich hatte riesige Angst, vor einigen Dingen, ich glaube ich habe davon mal erzählt, einmal vor Spinnen, vor Schiffen (wenn ich drauf sein muss) und vor Pferden. Man sagt ja, Pferde sind Fluchttiere, aber was bin ich dann, wenn selbiges in meiner Nähe ist?! Ich möchte wetten, ich bin dann schneller, als die Pferde 😉  Schön wenn man das so schreibt mit dem Wissen, dass keins in der Nähe ist.

von Adelebsen nach Hevensen
von Adelebsen nach Hevensen

Wir gingen den Radweg weiter und ich genoss diese frisch verregnete Luft, es duftet dann nach kühlem, frischen Gras. Ich glaub, ich war kurz vorm Hyperventilieren, da ich soviel wie möglich aufnehmen wollte. Wir kamen an so vielen Weiden vorbei, bestückt mit Kühen und, in großer Entfernung, Pferden. Aus der Ferne fand ich diese Tiere auch  nett. Wir kamen um eine leichte Kurve und da stand schon wieder eins, es war braun-weiß, aber irgendwas war anders, ich kann euch nur nicht sagen was. Es fühlte sich an, als würde ich dieses Tier kennen. Ach, das ist doch völlig bescheuert! Kopfschüttelnd bin ich einfach weiter gelaufen, aber wie ein Camelion ein Auge auf dieses Pferd und eins auf den Weg gelegt. Eine junge Frau trainierte mit dem Pferd, es war an eine „Leine“ festgemacht und die beiden liefen immer wieder hin und her, gingen zusammen etwas tiefer und machten sich lang. Das war putzig anzuschauen, ein perfektes Team, dachte ich noch. Rebecca und Gabi bekamen von meinem Gedankenkarusell gar nichts mit und plötzlich blieb ich auf Höhe der beiden Trainierenden stehen und beobachtete das Pferd. Ich spürte zwar ein merkwürdiges Gefühl, aber keine direkte Angst, das verwirrte mich etwas. Die junge Frau kam dann in meine Richtung und sprach mich lieb an. Ich erzählte ihr von meiner Angst die sie gar nicht, wie andere, belächelte, sie blieb mit „Rubina“ stehen und wir unterhielten uns. Inzwischen waren Gabi und Rebecca auch da und wir plauderten alle ein wenig. Dann bot sie mir an, einfach mal näher zu kommen. Herr je, hatte ich zuviel Sonne abbekommen? Meine zwei Mädels halfen mir, näher an „Rubina“ ran zu kommen und die junge Frau erzählte mir, dass „Rubina“ oft gar nicht gut bei den Leuten ankommt, weil sie „anders“ sei, als andere Pferde. Das war sie! Sie war so schön und lieb und schon hatte ich meine Hände an ihren Nüstern und ihr glaubt nie was passiert ist. Rubina schloss ihre Augen und genoss wie ich jeden Moment. War das atemberaubend. Ich wollte gar nicht weg. Und die Mädels standen mit offenen Mund da, denn immer wenn etwas mit Pferden war, dann war ich weg, bevor das „Pf..“ ausgesprochen war und nun stand ich mitten auf einer Weide mit zwei völlig tiefen entspannten Wesen. Wie schade, das war, dass wir weiter mussten, ich wollte gerade gar nicht. Rubina, du wirst ganz doll in meinen Gedanken weiter wohnen und vielen Dank an die junge Frau, die einfach ganz spontan eine Pferdetherapie machte. Ihr seid super!

von Adelebsen nach Hevensen
von Adelebsen nach Hevensen

Ich konnte gar nicht reden, ich wollte diesen Moment einfach nicht aus meinen Kopf bekommen und tapselte meinen Weg weiter. Rebecca und Gabi waren begeistert und erzählten und wunderten munter vor sich hin. Die Km zogen sich und wir kamen wieder an einer Weide vorbei, diesmal waren es Kühe, die es mir angetan haben. Wunderschönes Cappuccino-Braun und hübsche Gesichter, ich rupfte etwas Gras ab und hoffte, sie füttern zu können und somit anzufassen. Haaa, es klappt :-)  Ich finde Kühe überhaupt sehr schöne Tiere. Die zwei Mädels sagten dann nur “ Los, wir müssen weiter, wir sind noch nicht da und auf dem Schulbauernhof warten sicher auch Tiere…“

Also stiefelte ich artig hinter her, ich glaub ohne die beiden, wäre ich Sonntag noch nicht da, viel zu viele Eindrücke. Schulbauernhof. Was macht man da eigentlich?? Wahrscheinlich bekommt man dort die verschiedenen Getreide-, Obst- und Gemüsesorten demonstriert?!

Wir kommen am Schulbauernhof an und Herr Kaiser, der Bürgermeister, wartete schon auf uns und begrüßte uns alle ganz lieb. Anja stellte sie vor, sie hatte die Zügel am Bauernhof in der Hand und wir unterhielten uns erst einmal ganz bunt durcheinander.

von Adelebsen nach Hevensen
von Adelebsen nach Hevensen

Herr Kaiser und ich unterhielten uns über das Projekt und mein „Gerät“. Er war sehr interessiert und auch traurig, dass man diesen Weg wählen „muss“, um daran zu kommen. Wir gingen dann direkt auf den Hof, wo eine 9.Klasse aus Herne saß und auf ihre neuen aufgaben warteten.

von Adelebsen nach Hevensen
von Adelebsen nach Hevensen

Ein Mädchen (Miriam), so quirlig wie ich, erklärte genau, was hier alles passiert. Miriam macht auf dem Hof ihr „soziales Freiwilligenjahr“ und hilft den Schüler, die den Hof besuchen bei ihren Aufgaben. Dazu zählt unter anderem, die Hühner, Schweine, Kühe, Schafe, Ziegen und Gänse füttern  und misten.Die Kühe müssen von den Kids gemolken werden und auf die Weide, sowie von der Weide zurück getrieben werden. Es war so toll, das ganze Zusammenspiel von den Kindern mit den Tieren und wie aus Kindern Selbstversorger werden. Axel und Anja haben mit Helfern wie Miriam ein ganz großartiges Projekt ins Leben gerufen.

Selbst ich, habe das erste Mal eine Kuh gemolken, ein Huhn angefasst und Schweine gestreichelt. Einfach nur gigantisch dieser Hof.
Am 13. 9. 15 ist dort Hoffest und ich werde hin kommen, wahrscheinlich schon viel eher.

Auch dieser Hof ist auf Spenden angewiesen, da diese großartige Arbeit leider nicht vergütet werden kann. Schaut doch mal vorbei dort und sammelt diese tolle Erfahrung.
Vielen Dank an das ganze Team!

Nun geht es weiter nach Moringen, dort werde ich gegen 14 Uhr eintreffen, am Sportplatz, an dem ein Kinderbenefiz Fussballspiel stattfinden wird. Ich freue mich auf euch Moringer :-)

Ein Gedanke zu „18.6.15 der RUBINA Weg von Adelebsen nach Hevensen“

  1. ein Pferd ein Pferd und ich war nicht dabei Mist und DU hast es gestreichelt toll was meinst du wie schön es erst ist drauf zu sitzen wie ich dich kenne schaffst du das auch noch

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