8.6.15 der Entspannungsweg (nach Hann.Münden)

Es ist Montag, kurz nach 8, man sollte meinen ich bin wach, aber irgendwas machte mir da einen Strich durch die Rechnung. Ach Mensch, wieso bin ich so müde, ich war doch früh im Bett. Susi würde es schaffen, mit ihr zusammen bin ich hellwach. Ich hab Susi abgeholt und sah schon, nix da…

Wir sind dann ganz gemütlich zum letzten Ziel gefahren, zum Erlebnispark Ziegenhagen. Sarah und Mike (die Betreiber vom Erlebnispark) warteten auf uns und erkannten das „Elend“. Ehe wir uns versahen standen schon zwei lecker, heiße Kaffee da. War das schön entspannt, mitten in der Natur da sitzen, den frischen Kaffeeduft und über das Wochenende plaudern. Ach herrlich! Habt ihr schon einmal eure Augen in so einer Situation geschlossen und einfach nur der Natur gelauscht und die Düfte auf euch wirken lassen?! Wir machen das viel zu wenig!

Hui, wir haben ganz die Zeit ver“chillt“ , somit sind wir erst viertel nach 10 los. Wie peinlich. Schnell die „Koffer“ um den Bauch geschnallt und los ging es… Nach etwa 2 Kilometer bekam ich schon wieder Wadenkrämpfe, das kann doch nicht sein, der Freitag hing uns immer noch in den Knochen. Aber diesmal war ich bewaffnet, also zog ich das Magnesium aus der Tasche und dachte nur „nee lieber Körper, du bremst mich jetzt nicht!“ und schüttete mir das Direktgranulat rein. Ein paar Minuten später war der Krampf weg und wir konnten eine unglaubliche Aussicht genießen. Susi meinte dann ganz aufgeregt „Schau mal, da sitzt ein Hase..“ Ich hab wirklich meine Augen rausgefahren, aber ich sah nix und sie zeigte immer wieder auf einen dunklen Fleck. Ich meine, das war kein Hase und wir rätselten hin und her. Plötzlich hob der Hase seine Flügel und startete in die Luft. Ganz eindeutig, der gemeine Hasenvogel, er kommt nur in diesem Naturgebiet vor und ist selten zu sehen 😉

Ich weiß nicht wie lange wir gelacht haben, aber einen niederländischen Motorradfahrer haben wir damit wohl verwirrt. Wir kamen durch Oberode und stellten beide fest, dass das ein wunderschöner, kleiner Ort ist mit schicken Häuschen.

Wir kamen an einer Stelle vorbei, an der wir verharrten und still blieben. Unsere Gedanken kreisten um die Familie und Freunde.

Es ist nicht nur lustig unterwegs, auch Nachdenklichkeit und ernste Gespräche finden dann statt.

Lasst uns rücksichtsvoller auf Straßen sein.
Lasst uns rücksichtsvoller auf Straßen sein.

Wir kommen an so vielen Straßenkreuzen vorbei und jedes mal stockt mir der Atem. Wieder ein Mensch, der auf der Straße sein Leben lassen musste. Egal wie jung oder alt dieser Mensch war, es ist einfach so UNNÖTIG!  Wenn alle Rücksicht nehmen auf ALLE Verkehrsteilnehmer, dann muss so etwas nicht passieren! Von Alkohol am Steuer oder anderen Drogen möchte ich jetzt gar nicht erst sprechen! Es gehört sich einfach nicht!

Wir alle wollen ein glückliches und langes Leben genießen, also lasst uns rücksichtsvoller auf Straßen und Fußwegen sein.

Nachdenklich machten wir uns weiter, schließlich gab es einen Traum zu erfüllen!

Wir sind links von der Werra gelaufen und ein landschaftlicher Traum. Wir besprachen unsere Tourpläne und wo wir die heutige Pause einlegen, wie immer waren wir uns schnell einig. Bis zum Biohotel Werratal mussten wir kommen und das ging schneller als wir dachten. Die Terrasse ist echt schön und wir platzierten uns direkt in die Sonne. Eine nette Frau brachte uns die bestellten Cappuccino und Susi aß noch eine sehr lecker Vorspeise. Ich persönlich fand das Restaurant etwas zu hochpreisig, aber wer vegane und vegetarische Kost mag, ist dort genau richtig.
Auch Susi´s vegetarische Vorspeise war sehr lecker.

auf dem Weg nach Hann.Münden
auf dem Weg nach Hann.Münden

Wir konnten völlig entspannt bleiben, denn wir waren zu früh, wir wurden doch erst 14:30 Uhr erwartet und wir wollten keine Pläne durcheinander bringen, also ließen wir wieder die Seele baumeln. Meine Freundin Maike, die heute im Hintergrund für uns parat stand, falls irgend etwas passiert,  hat uns entdeckt und kam noch kurz davor, denn wir mussten jetzt weiter. Wir gaben Maike an, welchen Weg wir die letzten 5 Kilometer laufen, damit sie im Notfall weiß, wo wir etwa stecken. Wir liefen den Radweg und Maike musste vorfahren, da dort kein Auto lang kam und zeigte uns einen Parkplatz, an dem sie wartete.

Was keiner ahnt, wie wunderschön dieser Radweg ist! Wie oft wir stehen blieben, rechts die Werra, die bald enden sollte, links die Wälder und die Luft. Die war so rein und sauber und man hatte das Gefühl, der frische Sauerstoff versucht jede Pore zu erreichen. Wir wurden immer langsamer, genossen jeden Meter und die Naturgeräusche! Das rauschen der Werra, das zwitschern der Vögel und diese frische Luft, wir waren uns einig, das nun der Moment gekommen war, eine Decke zu organisieren und genau hier sich hinzulegen und ein Schläfchen zu halten.

Schade, das geht nicht, oder zum Glück, wie sich gleich herausstellte. Wir liefen weiter und entdeckten eine kleine Weide mit wieder einmal echt schönen Kühen und wir alberten herum wie Kinder „..die weiße gibt Milch, die beige gibt Cappuccino und die braune dort… Was macht die braune dort?…“ Als wir noch rätselten, welche Kuh welches Getränk wohl abgab, brachte die dunkelbraune Kuh ein kleines Kälbchen zur Welt. Ihr wisst bestimmt was da abging …“Ohh, wie süß… ohhh schau´ mal…ohhh…“ Ein entzücktes Wunder „ohhh“ wurde vom nächsten abgelöst und ich holte rechtzeitig mein Handy raus, als das Kälbchen das erste mal aufstand. Wie süß und wie wir Mädels dann unsere Stimmlagen verändern ist mindestens genauso Bewundernswert :-)  Wir waren noch mit quicken und jauchzen beschäftigt, als und klar wurde, wir haben gerade viel Zeit ver“wundert“ und mussten uns jetzt echt ran halten.

Schnellen Schrittes ging es am Parkplatz vorbei, Maike winkend und direkt zum Rathaus.

Dort wurden wir von einigen Leuten empfangen und die erstaunten Touris wunderten sich über diesen großen Empfang von zwei Mädels mit weißen Shirts und bepackt mit allen möglichen Sachen. Ein paar Tische standen da mit frischen Äpfeln, Bananen und leckeren Getränken, organisiert von Frau Bytom.  Auch der Bürgermeister Herr Wegener stieß noch dazu und wir hatten alle tolle Gespräche. Auch ihn lobte ich für diesen fantastischen Radweg, den wir auf den letzten Touren nur selten sahen. Aus dem Grund waren diese 13,5 Kilometer so entspannt, das wir diesem Weg den Namen gaben.

Heute abend 17:30 Sat1 Regional schauen, da ist unser krasse Freitagstour aufgezeichnet worden.

Also schaltet alle ein!
Morgen (10.6.) geht es ab 10 Uhr von Hann.Münden nach Hemeln, dort werden wir zwischen 13 und 14 Uhr eintreffen. Ich freue mich über viele Besucher :-) Eure Kathi

Einladung zum Sommerfest nach Adelebsen-Barterode

Ich wurde von einigen Tagen von Imprints Rosdorf informiert, dass eine liebe Familie und der Seniorenbeirat Adelebsen uns zu ihrem jährlichen Sommerfest einlud. Ich habe ja heute Laufpause, also könne ich ja machen, was ich möchte. Also entschied ich sofort, ich möchte die Menschen kennenlernen und dann noch ein Sommerfest. Schön draußen sitzen, bei Kaffee und Kuchen viele bunte Sachen erzählen. Ich muss zugeben, ich kenne wie die meisten von euch, Barterode nur von der Bihun-Suppe und die mag ich nicht. Ein Besuch des Bihun-Suppen Festes lohnt sich also für mich nicht.

Ihr kennt aber nicht den Garten von Herrn Bock und Frau Keydel-Bock. Ich war schwer beeindruckt!

Sommerfest in  Adelebsen-Barterode
Sommerfest in
Adelebsen-Barterode

Das Sommerfest fand tatsächlich in einem privatem Garten statt.

Ihr denkt sicher “ Schade!“ Und ich weiß, Schade, dass ihr da nicht ward. So ein wunderschöner Fleck Natur! Und es wollte gar nicht mehr aufhören. Immer mehr schöne Ecken entdeckten wir. Man sollte sich ja erst einmal vorstellen, aber wir waren so beschäftigt mit den Erkundigungen dieses (Fast) Parks, dass sich die Begrüßung um einige Minuten verschob, aber Frau Keydel-Bock kam schon auf uns zu, sie hatte den Vorteil, sie erkannte mich von den Bildern in Zeitung und Web.

Sommerfest in Adelebsen-Barterode
Sommerfest in Adelebsen-Barterode

Wie sich schnell herausstellte ein sehr herzensguter Mensch und wir drehten zusammen eine Runde durch ihren Garten.

Sommerfest in  Adelebsen-Barterode
Sommerfest in Adelebsen-Barterode
Sommerfest in  Adelebsen-Barterode
Sommerfest in
Adelebsen-Barterode

In ihrer Ansprache, die sie mit ihrem Mann (Herrn Bock) hielt, stellte auch sie mein Projekt vor und anhand der Reaktionen der Besucher, wusste ich, hier ist mein Projekt nicht mehr unbekannt.

Einen Kaffee unter einen ihrer tollen Sträucher wäre genau das richtige. Völlig entspannte und nette Gespräche kamen zustande und Ideen wurden auf den Tisch gelegt. Das war ein toller Nachmittag und immer wieder wurde zu Spenden aufgerufen. Ich weiß, das in der Zeit, bis wir wieder gingen, eine sehr große Geldsumme zusammen kam.

Wir sehen uns am 16.6. etwa 15:30 im Bewegungspark in Adelebsen!

Leider musste  ich gegen halb vier wieder nach Hause, denn die Vorbereitungen für morgen sind noch nicht abgeschlossen.

Ein großer Dank geht an Familie Keydel-Bock für den schönen Nachmittag!

Morgen früh, treffen wir uns halb zehn am Erlebnispark Ziegenhagen und pünktlich 10 Uhr wird es weiter gehen, Richtung Hann.Münden. Wenn alles glatt läuft, werden Susi und ich etwa 14:30 Uhr da sein… Wir treffen uns am Rathaus. Bis dahin, eure Kathi

6. Juni Teil 2 … Kinderfest in Ziegenhagen

…viel zu spät aus Rosdorf weggefahren, haben wir das mit der Geschwindigkeit wieder rausgeholt. Von Göttingen über die A7 bis Hedemünden sind es nur ein paar Minuten mit dem Auto.

Auf dem Parkplatz wartete nicht nur Mike und Sarah, die Betreiber vom Erlebnispark,  sondern auch Wolfgang mit seiner Tochter (Schreibfehler bitte überlesen). Wir hatten uns verabredet, da er an derselben Behinderung leidet, wie ich. Ich erklärte ihm alles ganz genau und konnte ihm noch einige Tipps geben.

Für mich war es toll, als ich hörte, dass er bereits einen Termin bei Herr Thies im Sanitätshaus O.R.T. hat,  ich hoffe es funktioniert auch und ich drücke die Daumen.

Wir kamen in den Erlebnispark rein und wurden gleich von Freunden, Bekannten und Gästen begrüßt. Natürlich war ich auch glücklich dort meine Bianca (meine Begleiterin von Freitag) mit Sohnemann, Onkel Jürgen mit Kids, Rosi,  Frank mit Familie, sogar meine Lieblingsfrisörin (von Stylebox) Moni kam mit Freunden und Kind, zu treffen.

Hach, wie schön das ist, wenn die ganzen lieben um einen sind.

Die KIMBU-Mädels waren auch mit am Start, dann konnte das Fest ja starten. Mia (5) versuchte ich zu überreden, dass wir uns jetzt anmalen lassen bei Gaby, sie übernahm das Kinderschminken. Alle schauten mich an, das ist doch nur für Kinder?! Aber sind wir nicht alle öfter mal Kind oder wünschen uns dieses Gefühl zurück? Ich schon und ich genieße jeden solcher Momente.

Leider war eine lange Schlange vor dem Schminktisch und vor drängeln ging ja auch nicht, also wurde ich kurz erwachsen und wir gingen ins Restaurant, damit wir alle einen Kaffee und eine Kleinigkeit essen konnten. Uns wurden einige Tische zusammengeschoben, so konnten wir alle vom tollen Verlauf des Projektes plaudern.

Plötzlich ein lautes Knallen! Alle Blicke auf mich, denn ich wollte nur noch flüchten und hab vor Schreck den Stuhl umgestoßen.

Da standen neben mir drei sehr seltsam gruselige Gestalten. Eine davon, sie war 315 Jahre jung und hatte den attraktiven Namen Babajagga, hielt ein große Vogelspinne in der Hand. Na Super! Ich sterbe beim Anblick von Spinnen und Pferden, aber das da, war irgendwas dazwischen. Dieses Vogelspinnentier muss mutiert gewesen sein und bewegte sich dreist ohne Pause. In wenigen Sekunden würde mein Projekt „Kathi-geht“ sterben, denn dieses Tier verspeist mich sicher am Stück, nach dem es mich anspringen würde…
Die beiden halbtoten Begleiter stellten sich freundlich vor und dachten bestimmt, welch schreckliche Manieren ich doch hätte, schließlich lies ich „Preshis“ ( ja das Ding hatte tatsächlich einen Namen) nicht aus den Augen! Zu groß war die Gefahr nur 5 Meter vor mir.

Wir drei heckten einen Plan aus, so kam ich doch noch zu meinem Kinderschminken :-)
Abseits von allen anderen schmiedeten wir die Gruselgeschichte und schon wurde ich von Gaby zurecht gemacht. Halb fertig sagte sie ganz trocken: “ Hey Kathi, du solltest öfter mal an die frische Luft, du siehst ja scheußlich aus! Auch Bewegung an der frischen Luft würde dir mal ganz gut tun…!“ Mein Komikzentrum wurde getroffen und ich lachte derart, dass ich beinah ihre Arbeit zunichte machte. Als ich fertig war, warteten wir zu viert und schauten zu, als der Luftballon-Weitflug-Wettbewerb starte und mehrere dutzend Luftballons sich in den Himmel hoben.

Die ganze Kulisse dazu war einfach atemberaubend und romantisch.

Nun kamen die ersten Kinder um an der Gruseltour teilzunehmen. Ich Kindskopf hatte ja meinen Spaß, aber habe darauf geachtet, dass die kleinen nicht zuviel Angst vor uns hatten. Also nahm ich den einen und anderen kleinen Zwerg an die Hand. Wie schön das ist, wenn diese kleine Menschen dir blind vertrauen und ihre andere Sichtweise der Dinge erklären. Das hätte ich gern öfter.  Leider war auch unsere Tour viel zu schnell vorbei und ich freute mich, dass auch viele Erwachsene dran teilnahmen, wie zum Beispiel Herr Rudolph vom Göttinger Tageblatt. Er war am Ende auch etwas blass um die Nase 😉  Ausgetobt hat er sich aber heimlich auch, er hatte ja keine Ahnung, dass wir ihn erwischten.

Dann kam die Durchsage, dass der Park bald schließen würde, aber ich wollte doch unbedingt noch einmal mit Pendelbahn fahren. Als ich das laut ningelnd von mir gab, entdeckte Babajagga ihre alten Lebensgeister und wir zwei sind ziemlich zügig zur Bahn und Tatsache, nur noch zwei Kinder vor uns, dann konnten wir fahren. Das macht so einen gaudi, wenn ihr das noch nie gemacht habt, dann fahrt dorthin, werdet Kind und denkt an mich :-)

Ich werde regelmäßig dort anzutreffen sein. Auch mit den drei Schauspieler bleibe ich in Kontakt und werde mit ihnen im August ein weiteres Mal im Erlebnispark Ziegenhagen ein Event starten.

Für heute war das Fest leider zu ende und wir mussten uns alle mit einem tränenden Auge verabschieden.

Zum Schluss wurde mir von Sarah und Mike eine prall gefüllte Spendenbox übergeben, das war ja kaum zu fassen.

So ein toller Tag und dann haben alle noch fleißig gespendet! Vielen lieben Dank an alle und bis ganz bald :-)

6. Juni die 1. Rosdorf steht auf und Kathi sagt „Danke!“

Ich habe selber erst am Mittwoch von dem Rosdorfer Vorhaben erfahren.
Der ganze Ort war so sauer, was uns am Sonntag passierte und sie wollten das nicht auf sich sitzen lassen. Ich wurde von Peter Scholz von Suppen-Cultur angerufen und eingeladen.

Ich habe natürlich sofort zugesagt, ich war so begeistert von der Spontanität  und dem Engagement von den Rosdorfern. Ich war ziemlich unpünktlich etwa 10:30 angekommen, der Freitag steckte mir doch noch sehr in den Knochen.

WOW, was da in so kurzer Zeit organisiert wurde, es waren ja gerade mal 5 Tage Zeit, war unglaublich.

Für die Kinder stand eine tolle Hüpfburg bereit, für uns „Großen“ gab es ein Bratwurststand und der Wagen der Suppen-Cultur.

Ich bedankte mich erst einmal bei allen Organisatoren, Familie Eikenberg, Imrints Rosdorf; Matthias Jacobs, Rewe Rosdorf; Peter Scholz von Suppen-Cultur;  MTV Rosdorf und  Dr.Markus Thiele, Kanzlei Kleinjohan.

Und nun mal schnell zu Hüpfburg, endlich wieder hüpfen. Aber, ich wurde gleich von einen paar Kindern aufgeklärt: “ Mit Schuhen darfst du da aber nicht drauf!“ Mist, das wird nichts, ohne Schuhe gibt es keinen Druck auf den Fußsensor und schon kann ich nicht laufen. Erst hab ich gelunzt, wenn keiner guckt, merkt es keiner…. Nein Kathi, das macht man nicht, das wäre ein schlechtes Vorbild!

Herr Gebauer von O.R.T. kam auch vorbei, da hab ich mich riesig gefreut und wir konnten ein bißchen fachsimpeln 😉

Aber nun sollte ich auch mal was tun, also hab ich mich dann zu der zweiten Kathi gestellt, direkt in den Wagen der Suppen-Cultur. Zugegeben, ich habe mich echt etwas doof angestellt. Ich denke der Herr, der die doppelte Postion bekam, aber nur die kleine zahlen musste, freut sich immer noch 😉

Plötzlich hörte ich gaaanz viele kleine Kinderstimmen, die im Chor meinen Namen riefen. Was war das? Wo kam das her?    Da standen ganz viele Kinder, viele Eltern und Lehrer in einer Gruppe und noch bevor ich saß und schon wieder sprachlos war, begann eins der tollsten Lieder, die je gehört habe! “ Kathi, wir singen, singen steckt an….“ Ich könnt schon wieder mit trällern. Das war echt verrückt, diese süßen Kids standen da und sangen voller Energie. Das war Großartig. Ich hatte auch vier Mädels sofort wieder erkannt von Sonntag und ich rief sie zu mir, Janna, Hedi, Pia und Leni
Wir setzten uns etwas abseits und plauderten über den tollen Gesang und über die letzten Tage.

Da sah ich dann gute Freunde von uns, das ist für mich dann immer noch etwas besonderes. Ich musste die drei mal ganz doll drücken! Schön dass ihr auch da ward, Olli, Tatjana und Amy.  Leider verflog die Zeit so schnell, dass wir schon viel zu spät dran waren.
Wir wollten ja 14 Uhr schon im Erlebnispark Ziegenhagen sein.

Vielen Dank Rosdorf, es war toll! Bis ganz bald, denn ich komme wieder :-)

Rosdorf steht auf! ...und Kathi geht mit.
Rosdorf steht auf! …und Kathi geht mit.

unser „Christian Nowak“ Weg und der heißeste dazu…

Heute soll der heißeste Tag der Woche werden… hallte es aus dem Radio. Na dann, werden wir wenigstens braun, andere müssen dafür viel Geld zahlen.  Meine größte Sorge lag darin, sitzen die Haare richtig, wie sieht das Make Up aus?!
Schließlich macht sich auch  SAT1 Regional auf den Weg, um einen Bericht über mein Projekt  zu drehen. SAT1 Reportage ansehen…

Ich war beruhigt, als meine Freundin Bianca klingelte, Sachen waren alle gepackt und ich war Startklar. Heute ging nicht alles so fließend, denn ich durfte meine NeurO.R.T.hese noch nicht drum machen, Sat1 wollte noch eine Rolliszene im Kasten haben. Ich wusste ja, es würde nur noch einmal für einen kurzen Moment sein.

Mein Herzblatt  fuhr uns wieder zum Restaurant Biewald, wo wir ja vorgestern ankamen. Auch diesmal hatte Familie Raub wieder alles ganz süß vorbereitet, Kaffee stand für alle da und kleine Leckereien. Ich dachte noch, wenn ich jetzt zu viel esse, müsse ich vor der Kamera die ganze Zeit den Bauch einziehen, also blieb es erst einmal beim Kaffee.

Danach ging alles ziemlich schnell. Erst hatte ich ein sehr entspanntes Telefoninterview mit Radio 21 und als wir fertig waren, stand schon das Kamerateam in den Startlöchern. Meine Freundin Susi war auch wieder mit am Start und sie traf ein.
Völlig geduldig und sehr respektvoll war die Arbeit mit diesem tollen Team und wir konnten eine Szene nach der anderen abhaken.
Dann hatte ich sie wieder am Bein! Mein Baby! Und schon ging es los, endlich…

Das Kamerateam begleite uns noch eine ganze Weile, aber das seht ihr Montag oder Dienstag 17:30 auf Sat1 Regional, ich bin auch schon gespannt.

Wir waren gerade in Marzhausen angekommen, da hielt ein Auto mitten auf der Strasse und eine Frau kam auf uns drei zu und wir hatten ein tolles und emotionales Gespräch mit Frau Burose, sie hat uns dann noch eine Spende in die Hand gedrückt und uns die Daumen gedrückt, dass wir diesen Tag gut durchhalten.
Zu der Zeit waren wir sowas von überzeugt davon.
Wir machten uns aber zügig weiter, wir wollten irgendwo noch ein lecker Eis essen :-)
Weiter ging es in der Sonne nach Hermannrode (dieser Ortsname wollte einfach nicht in meinem Kopf bleiben) und am Ortseingang warteten schon Herr Enders und Frau Fahrenholz.

Wie sich dann herausstellte, holte Frau Fahrenholz ihren Nachbarn  (Herr Enders) vom Rasenmäher, denn schließlich erscheine KATHI ja gleich, sie hatte uns auf der Landstrasse mit dem Auto überholt. Also standen die zwei dort ganz lieb mit einer kühlem Flasche Wasser, die tatsächlich in wenigen Minuten leer war. Das war göttlich. wir haben mit den beiden noch eine Weile geplauscht, auch die beiden haben uns eine Spende in Hand gedrückt und sind dann weiter gezogen, wie gern hätte ich all die lieben Menschen, die wir trafen, einfach mitgenommen.

Wir hatten zu der Zeit etwa 30-35 Grad in der Sonne, jaaaa das war schon mal flauschig warm. Wir waren noch nicht durch den Ortskern, als uns wieder eine Frau skeptisch ansprach und wir 3 meinten, wir können uns im Schatten gern weiter unterhalten, aber schön wäre eine Sanitäre Entspannungsanlage (Toilette klingt so hart). Tatsächlich, Bianca überzeugte und wir durften alle mal bei ihr daheim ins Bad. Hände waschen kann bei dem Wetter so grandios wie selten sein. Wir sind dann zu viert an einen Brunnen an der Kirche und da haben wir drei unsere Pause eingelegt, während wir mit der netten Frau weiter sprachen.
Was die wohl von uns dachte?
Sie kannte das Projekt nicht, wunderte sich nur über die Aufmerksamkeit, die uns zuteil wurde. Fertig geschlemmt und getrunken, kam die Ansage von Susi und Bianca: “ Eincremen!“ Alles klar, es war wieder so weit. Hier Öl hin gesprüht, dort Sonnenschutz hin geschmiert und alle haben gegenseitig geholfen. Klebrig ging es wieder in die Sonne… Ich mochte die gerade nicht so gern sehen, ein Wölkchen oder ein Tröpchen wäre jetzt echt traumhaft.

Es ging plötzlich nur Bergauf, es muss der kleine Bruder vom Mount Everest gewesen sein, es hörte nicht mehr auf, aber irgendwann kam ein Waldstück. Schatten! Danke! Aber es wurde nicht besser, wir sprachen auch nicht mehr, es war echt anstrengend und ich dachte nur  `gleich sind wir an den Wolken, da wird´s kühler…´  nee, es wurde immer heißer. Wir unterhielten uns über Christian, ein junger Mann aus meinem Freundeskreis, der kürzlich an Krebs erkrankte und seinen Kampf gegen diesen Fiesling erst begann. Wir wussten, aufgeben zählt heute erst recht nicht. Wir haben viel über Christian geredet und wir waren uns einig, dass wir mit diesem Weg ihm viel Kraft geben können!

Und deswegen war der Name für diesen Weg mehr als perfekt in meinen Augen, auch wenn wir ihn Tage vorher aussuchten und entschieden hatten. Ich hoffe, er konnte etwas davon spüren.

Irgendwann dachte ich nur, wo zum Teufel sind wir und da tat sich vor uns ein imposantes Gebäude auf, das konnte doch nicht… doch, wir waren am Schloss Berlepsch. Es war schon sehr beeindruckend und wir verharrten kurz und schossen ein paar Bilder.

Die Sonne brannte gnadenlos. Inzwischen brach unsere Elektronik zusammen, Handyakkus, GPS und Navi verabschiedeten sich nacheinander. Herr je, wir verlaufen uns doch wieder, meinte ich zu den Mädels, aber im Gegensatz zu mir waren die beiden bestens vorbeireitet. Wir sind dann einen kleinen Weg runter, was für mich sehr schwierig ist, an dem „Hexenhäuschen“ vorbei und dann waren wir mitten im Wald. Der Weg war irgendwie weg. Ach, Brennnessel ist gut gegen Rheuma, aber sorry, soviele?!  Ich wollte es nicht mehr spüren, ich wollte ein Eis und einen Pool und überhaupt. Auf einmal, mitten im Wald, ein knirschen, das wurde sofort zum lauten Knacken und Poltern… ich war noch damit beschäftigt meine Herzklappe festzuhalten und wie ich sah, meine beiden Mädels auch, als ein riesiges Reh panisch an uns vorbei lief. Das arme Tier! Ob sie sich von diesem Schock irgendwann erholt? So wie das schaute, hat das arme Ding noch nie, wirklich nie, so etwas wie uns gesehen. Aber jetzt, wo ich darüber nachdenke, wie sollte es auch? Dort kamen das letzte mal Menschen lang, da war das arme Reh noch gar nicht geboren.

Gefühlte 8 Kilometer später, es waren sicher nur 2, kamen wir wieder an die Landstraße. Und es ging weiter, endlich Sonne… ich wollte kein Eis mehr, ich wollte nur noch ein Bett und 15 Liter in Eiswürfel verpackt… Wir blieben hart, wir sind am nächsten Café vorbei und liefen stramm weiter…
Jede träumte von anderen Sachen. Eine von einem eiskaltem Alster, ich von Döner mit Kaffee und Schatten und die nächste vom Meer. Ich hatte das Gefühl uns wieder verlaufen zu haben, wir mussten inzwischen in Afrika sein, anders war es gar nicht möglich auf einer Landstraße mit meinen Schuhen Abdrücke im Teer zu hinterlassen. Davon waren wir echt geschockt und ich hatte das Gefühl die Sonne versucht uns in die Knie zu zwingen.
Wenn doch nur Schatten käme. Inzwischen tat auch das atmen weh und man hatte das Gefühl, nur noch Teer zu atmen. Die Haut hat gebrannt, die vorbeifliegenden Autofahrer nahmen immer weniger Rücksicht, der Schweiß lief. Uns fiel auf, das wir gar nicht mehr Pipi mussten, obwohl wir soviel tranken. Da vorn, da ist ein Gebüsch, kurz vor Gertenbach! Da ist Schatten! Wir brauchten eine Pause. Mein Leberwurstbrötchen war unterwegs sauer geworden, kann ich ihm auch nicht verdenken. Susi hat mir dann ihr Käsebrötchen angeboten und nun kommt mein persönlicher Hammer. Ich nahm sehr dankbar das Brötchen, wickelte es aus, will rein beißen, da tropft mir doch tatsächlich der Käse auf die Hand. Es war kein Schmelzkäse. Ich musste so doll lachen. Wer hat sowas schon einmal erlebt? Ich nicht.

Wir waren viel zu spät dran, aber der letzte Kampf und wir sahen ja das Ziel schon, als wir uns umdrehten und am Horizont den Minibau des Schloss Berlepsch sahen, wussten wir, was wir da gerade geschafft haben.

Kurz vorm Ziel war eine Weide mit Pferden und Susi im Glück. Bianca ging mit zu ihr und wir genossen die Zeit mit diesen friedlichen Wesen, vielleicht gewöhne ich mich doch mal an diese Tiere. Jetzt wollten wir aber ankommen und eigentlich nur noch sitzen.

Da haben wir es gesehen!

Mit Kreide auf die Strasse geschrieben “ noch 100 m“  etwas später „Kathi GO GO“ , dann ein paar Meter weiter „Endspurt“ und da sahen wir die ganzen Menschen die da auf uns warteten und plötzlich ging ein riesen Applaus los.

Die letzten aufgemalten Zeichen „Ziel“…

Der Applaus, die Bürgermeisterin von Witzenhausen Frau Fischer, Mike und Sarah und ihre Eltern vom Erlebnispark, alle  Besucher, Familie Eikenberg von Imprints….
alle applaudierten und die ganze Anspannung, dieser brutale Weg, diese Hitze, alles fiel ab und bei uns drei liefen die Tränen vor Rührung und Erleichterung, es geschafft zu haben!

Es war unglaublich und wollte nicht aufhören. Was für ein emotionaler Empfang!

Lieber Christian, du schaffst diesen Weg auch! Dein Weg wird viel härter, aber wir stehen hinter Dir, möchten dir ganz viel Kraft mit auf diesen steinigen Weg geben und Dir zeigen, Du gehst den Weg nicht allein! Ich drück´ dich!

 

 

3.6.15 Wir haben uns nicht verlaufen (Jühnde nach Friedland)

Heute morgen war ich echt früh wach, kurz nach sechs bin ich aus dem Bett „gehüpft“. Das geht natürlich nicht, denn die NeurORThese kann ich erst nach dem Duschen anlegen. Also begann der Morgen recht entspannt mit viel Kaffee.
Wir waren etwa 9:20 Uhr an der Bio-Energie-Anlage Jühnde und haben noch einige Minuten gewartet, aber nachdem es leicht anfing mit regnen, sind wir direkt durchgestartet. Diesmal sind wir aber direkt an der Straße gelaufen, damit wir nicht wieder Gefahr laufen, dass wir uns verlaufen 😉

Hat funktioniert…
nach einigen Kilometer haben wir Herr Harriehausen aus Jühnde (ich hoffe eine Schreibweise ist richtig) getroffen. Er war mit einem riesigen Traktor unterwegs und mein Herz blühte auf. Meine Freunde wissen, dass ich wahnsinnig an  LKW´s interessiert bin. Und Traktoren finde ich auch wunderschön.  Wir haben eine Weile gequatscht und wir mussten aber alle weiter. Meine Begleitung war wieder meine Freundin Susi, was das ganze wieder sehr witzig machte. Wir haben über Gott und die Leute gesprochen, uns über Versprecher kaputt gelacht. Wobei meine Lieblingsanekdote die Geschichte, als Susi und Susanne mit ihren beiden Hunden spazieren waren. Die beiden Hunde mit Jagdtrieb und angeleint, schnüffelten plötzlich Rehe im Wald. Als Susi und Susanne das merkten haben sie die Füße in den Boden geschlagen und an jeweils einem Baum festgehalten und mussten so lachen über diese ulkige Bild. Wenn ich beim schreiben daran denke, muss ich wieder loslachen.

Es ging aber weiter und wir haben überlegt, wo wir unsere Pause machen. Da kamen wir am Klostergut „Mariengarten“ vorbei und setzten uns dort auf einen Stein an einem Bach. Es war so herrlich Idyllisch dort.

Dort lernten wir auch Herr und Frau Glitz kennen, die beiden haben mich viele Dinge gefragt. Nicht alles kann ich beantworten, auch wenn ich mir immer Mühe gebe.

Es ging nach der Pause weiter nach Dramfeld und direkt nach Klein Schneen.  Beides wunderschöne Orte. Nur wieso gibt es an der Dramfelder Schule und in Klein Schneen im halben Ort keine Fußgängerwege? Das fand ich etwas speziell. Aber von Klein Schneen bis Friedland ist ein toller Radweg ausgebaut.

Dort mussten wir noch eine Pause einlegen, obwohl wir lieber weiter gelaufen wären, aber wir waren viel zu früh.  Wir genossen diese Ruhe, obwohl wir am Straßenrand saßen und man fühlte sich so unfassbar frei. Wir schmiedeten Pläne, was wir bald noch machen müssen und quasselten, dass wir uns plötzlich echt beeilen mussten.

Noch schnell zwei Bilder am Ortseingang von Friedland gemacht, liefen wir in Friedland rein.

Da stand ein Ehepaar, die ich nicht kannte. Noch nicht. Sie kam auf uns zu und stellte sich und danach ihren Mann vor:
Familie Brettmacher. Ich war sehr angetan von den beiden, die mit unheimlich viel Sympathie, Ehrlichkeit und Engagement auf mich wirkten.
Wir machten noch Fotos und sie drückten mir dann sogar eine Spende in die Hand. Ich war gerührt!
Diese beiden haben extra auf mich gewartet, um mich als erstes in Friedland zu begrüßen und geben mir neben den besten Wünschen auch etwas Geld mit.

Und ich werde jeden Tag stolzer, mich auf den Weg gemacht zu haben. Ich lerne soooo tolle Menschen kennen, ich freue mich wie verrückt, auf die, die folgen!

Nun aber weiter gehen, denn Ziel ist das Restaurant Biewald.
Ich habe davon schon ein paar Mal gehört, aber war selbst bisher nie da (leider!).  Als wir uns dem Restaurant „Biewald“ näherten, standen da schon einige Leute und ich fühlte mich wieder merkwürdig. Haben sich diese Menschen etwa alle Zeit nur für mich genommen? Ja das haben sie und noch andere tolle Dinge im „Gepäck“.

Ich wurde nicht nur vom Ortsvorstand ganz lieb begrüßt, sondern auch von Karin Raub und Daniel Raub persönlich. Es war auch eine Frau vom Friedländer Ortsmagazin da.  Daniel und Karin Raub haben mir einen kleinen Blumenkorb übergeben, da war eine kleine Karte drin und einen Überweisungsschein.

Es war wie ein Geburtstag. Tag für Tag gehen mehr Spenden ein und ich bin nicht nur sehr stolz, sondern auch überglücklich!

Wir wurden dann geladen zu einem leckeren Stück Torte mit selbstgemachten Eis und Kaffee. Es war ein kulinarisches Gedicht und ich habe beschlossen bald wieder zu kommen, außer an unserem Start an Freitag 5.6. gegen 10 Uhr.
Da bleibt leider keine Zeit für so einen leckeren Snack, denn für den sollte man sich Zeit nehmen und den herrlichen Garten nutzen.

Friedland, ich komme wieder! Ihr seid ein toller Ort.

Freitag, den 5.6. geht es weiter vom Restaurant „Biewald“ nach Ziegenhagen in den Erlebnisspark… ich freu mich schon

Starttag 1. Juni 2015

Nun ist es passiert…  Es war früh… kalt und verregnet, genauso etwas verkatert… Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf, wird der Betrüger wieder auftauchen und sein schmutziges Spiel weiterspielen? Wie bekomme ich diesen Menschen dazu sich bei allen Beteiligten zu entschuldigen? Bei dem ganzem Organisations- und Betreuerteam, sowie bei dem ganzen Publikum vom Rosdorfer Lauftag?

Ich hatte für einen kurzen Moment Zweifel an meinem Vorhaben und schon war ich angekommen an der Hauptfiliale von O-R-T, da wurde mir selbst der letzte Zweifel genommen!

Das O-R-T Team wartete schon auf mich, sie waren alle da, Herr Ties, Herr Gebauer, Herr Asselmeyer und Frau Kolle. Alles war sehr schick angerichtet und Frau Kolle richtete den roten Teppich. Ein roter Teppich, für mich?! Oh ja!  Zudem wartete Herr Schramm und Herr Nickel von der Commerzbank Göttingen,  Axel Armbrecht (Engel&Völkers), Dr. Markus Thiele (Kanzlei Kleinjohan) auch Kimbu war am Start mit Frau Mollenhauer mit einer Mitarbeiterin und dem Gründer von Kimbu, die drei hatten „Kalle“ dabei, der mir die Aufregung etwas nahm. Außerdem die komplette Familie Eikenberg (Imprints Rosdorf) und  natürlich mein Freund, meine Laufbegleiterin und Freundin Susi. Ich hab mich auch sehr über den Besuch der Pastorin von Rosdorf Frau Mertins gefreut.

Die Begrüßung übernahm Herr Asselmeyer und er hat auch tolle Worte gefunden und die Commerzbank hatte eine tolle Überraschung für mich und überreichte mir einen Scheck in Höhe von 500,00 Euro.

Nun wollte ich aber wirklich los, sonst würde ich wieder Tränen verlieren. Da nahm ich die Regie in die Hand und durfte unter Applaus, auf einem roten Teppich meine Tour starten.  Die ersten Kilometer legten wir zu fünft zurück, drei Mitarbeiter von O-R-T, Susi und ich.

Man wird es nicht glauben, der Himmel riss auf und zeigte sich von seiner schönsten Seite und die ersten Meter wusste man nicht, was man sagen sollte, alle waren ins Schweigen vertieft.
Aber wir Mädels haben nicht lange durch gehalten und los geplaudert. Nach ein paar Kilometer haben wir uns von den 3 Mitläufer verabschiedet und sind zu zweit weiter gelaufen. Und es sollte noch unser kleines Abenteuer werden….  *Fortsetzung folgt*

Hier kommt die Fortsetzung :-)

…wir haben  kichernd überlegt, ob man sich wohl verlaufen könne?! Sie meinen sicher, niemals, aber man kann!
Wir haben uns bis Mengershausen super durchgeschlagen und alles lief super. Ich wollte es mir nicht nehmen lassen, einmal auf den Kreisel zu klettern und ein Foto zu machen, mit dem Ortsnamen Mengershausen.

Das Café, in dem wir uns Pause machen wollte, hatte leider Ruhetag und so sind wir nach einer recht kleinen Pause weitergelaufen. Wir wurden sehr kritisch beäugt, denn wir hatten Verstärkung bekommen von Susanne und ihrer Hündin Amy. Drei Mädels, die da fröhlich plappernd durch den Ort liefen und das in auffälligen Sportsachen und einer großen Hündin im Schlepptau. Susanne und Amy schickten uns ab Lemshausen alleine weiter und wir hatten den ersten „Anstieg“ vor uns. Wir haben uns blöder Weise gegen die Landstrasse und für die Feldmark entschieden. Nachdem wir endlich oben waren und gefühlt 500m über dem Land auf alle Orte schauen konnten, genossen wir den Ausblick.

Wir wurden dann von der recht schroffen Stimme des Navis unterbrochen, welches uns mitteilte, dass die Restzeit bis zum Ziel noch 3 Stunden und 44 Minuten dauern sollte. Stille und große Augen! Moment mal, es waren doch nur noch 6 Kilometer?!
Ja, wir haben es geschafft! Wir haben uns ordentlich verlaufen.
Ich habe lange nicht mehr so sehr gelacht. Wie sollten wir das dem Bürgermeister von Jühnde, Herr Bode und den Betreuern erklären?!

Da kam die Rettung, ein junger Mann, ich vermute Schäfer, kam vorbei und wir zwei aufgeregten Mädels quasselten durcheinander auf ihn ein, wieso, weshalb und wohin wir müssen. Ich mag gar nicht wissen, was der arme Jonas (so hieß der junge Mann) in diesem Moment gedacht hat. Aber er schickte uns auf den richtigen Weg und ich schwor mir, nie mehr die Landstrassen zu verlassen. Da stehen wenigstens Schilder 😉

Ankunft in Jühnde

Dann der Einlauf in Jühnde und ein toller Empfang von Herrn Bode und seiner Frau. Dabei waren auch Herr Paffenholz von der Bio-Energie Anlage, Familie Harryhausen und Bürger von Jühnde.
Wir wurden mit Getränken versorgt und hatten tolle Gespräche! Ich hatte an Herr Paffenholz ganz spezielle Fragen, die er mir mit viel Geduld beantwortet hat.  Herr Bode sagte zum Schluss einen Satz, der mir nicht mehr aus dem Kopf gehen wird:

Ich und Jühnde haben eine tolle Sache gemeinsam, beide blicken nur noch in die Zukunft.

Er hat so recht! Unser „Jonas-Weg“ war auf ganzer Linie ein großer Erfolg für mich!

Danke Jonas für Deine Hilfe, sonst wären wir vermutlich inzwischen in Kassel 😉

Am 3. 6. geht es weiter, nach Friedland und ich freue mich darauf, hoffen wir auf wieder so nette Menschen und kleine Abenteuer. Auch diesmal wird mich Susi begleiten, es bleibt also spannend.