6. Juni Teil 2 … Kinderfest in Ziegenhagen

…viel zu spät aus Rosdorf weggefahren, haben wir das mit der Geschwindigkeit wieder rausgeholt. Von Göttingen über die A7 bis Hedemünden sind es nur ein paar Minuten mit dem Auto.

Auf dem Parkplatz wartete nicht nur Mike und Sarah, die Betreiber vom Erlebnispark,  sondern auch Wolfgang mit seiner Tochter (Schreibfehler bitte überlesen). Wir hatten uns verabredet, da er an derselben Behinderung leidet, wie ich. Ich erklärte ihm alles ganz genau und konnte ihm noch einige Tipps geben.

Für mich war es toll, als ich hörte, dass er bereits einen Termin bei Herr Thies im Sanitätshaus O.R.T. hat,  ich hoffe es funktioniert auch und ich drücke die Daumen.

Wir kamen in den Erlebnispark rein und wurden gleich von Freunden, Bekannten und Gästen begrüßt. Natürlich war ich auch glücklich dort meine Bianca (meine Begleiterin von Freitag) mit Sohnemann, Onkel Jürgen mit Kids, Rosi,  Frank mit Familie, sogar meine Lieblingsfrisörin (von Stylebox) Moni kam mit Freunden und Kind, zu treffen.

Hach, wie schön das ist, wenn die ganzen lieben um einen sind.

Die KIMBU-Mädels waren auch mit am Start, dann konnte das Fest ja starten. Mia (5) versuchte ich zu überreden, dass wir uns jetzt anmalen lassen bei Gaby, sie übernahm das Kinderschminken. Alle schauten mich an, das ist doch nur für Kinder?! Aber sind wir nicht alle öfter mal Kind oder wünschen uns dieses Gefühl zurück? Ich schon und ich genieße jeden solcher Momente.

Leider war eine lange Schlange vor dem Schminktisch und vor drängeln ging ja auch nicht, also wurde ich kurz erwachsen und wir gingen ins Restaurant, damit wir alle einen Kaffee und eine Kleinigkeit essen konnten. Uns wurden einige Tische zusammengeschoben, so konnten wir alle vom tollen Verlauf des Projektes plaudern.

Plötzlich ein lautes Knallen! Alle Blicke auf mich, denn ich wollte nur noch flüchten und hab vor Schreck den Stuhl umgestoßen.

Da standen neben mir drei sehr seltsam gruselige Gestalten. Eine davon, sie war 315 Jahre jung und hatte den attraktiven Namen Babajagga, hielt ein große Vogelspinne in der Hand. Na Super! Ich sterbe beim Anblick von Spinnen und Pferden, aber das da, war irgendwas dazwischen. Dieses Vogelspinnentier muss mutiert gewesen sein und bewegte sich dreist ohne Pause. In wenigen Sekunden würde mein Projekt „Kathi-geht“ sterben, denn dieses Tier verspeist mich sicher am Stück, nach dem es mich anspringen würde…
Die beiden halbtoten Begleiter stellten sich freundlich vor und dachten bestimmt, welch schreckliche Manieren ich doch hätte, schließlich lies ich „Preshis“ ( ja das Ding hatte tatsächlich einen Namen) nicht aus den Augen! Zu groß war die Gefahr nur 5 Meter vor mir.

Wir drei heckten einen Plan aus, so kam ich doch noch zu meinem Kinderschminken :-)
Abseits von allen anderen schmiedeten wir die Gruselgeschichte und schon wurde ich von Gaby zurecht gemacht. Halb fertig sagte sie ganz trocken: “ Hey Kathi, du solltest öfter mal an die frische Luft, du siehst ja scheußlich aus! Auch Bewegung an der frischen Luft würde dir mal ganz gut tun…!“ Mein Komikzentrum wurde getroffen und ich lachte derart, dass ich beinah ihre Arbeit zunichte machte. Als ich fertig war, warteten wir zu viert und schauten zu, als der Luftballon-Weitflug-Wettbewerb starte und mehrere dutzend Luftballons sich in den Himmel hoben.

Die ganze Kulisse dazu war einfach atemberaubend und romantisch.

Nun kamen die ersten Kinder um an der Gruseltour teilzunehmen. Ich Kindskopf hatte ja meinen Spaß, aber habe darauf geachtet, dass die kleinen nicht zuviel Angst vor uns hatten. Also nahm ich den einen und anderen kleinen Zwerg an die Hand. Wie schön das ist, wenn diese kleine Menschen dir blind vertrauen und ihre andere Sichtweise der Dinge erklären. Das hätte ich gern öfter.  Leider war auch unsere Tour viel zu schnell vorbei und ich freute mich, dass auch viele Erwachsene dran teilnahmen, wie zum Beispiel Herr Rudolph vom Göttinger Tageblatt. Er war am Ende auch etwas blass um die Nase 😉  Ausgetobt hat er sich aber heimlich auch, er hatte ja keine Ahnung, dass wir ihn erwischten.

Dann kam die Durchsage, dass der Park bald schließen würde, aber ich wollte doch unbedingt noch einmal mit Pendelbahn fahren. Als ich das laut ningelnd von mir gab, entdeckte Babajagga ihre alten Lebensgeister und wir zwei sind ziemlich zügig zur Bahn und Tatsache, nur noch zwei Kinder vor uns, dann konnten wir fahren. Das macht so einen gaudi, wenn ihr das noch nie gemacht habt, dann fahrt dorthin, werdet Kind und denkt an mich :-)

Ich werde regelmäßig dort anzutreffen sein. Auch mit den drei Schauspieler bleibe ich in Kontakt und werde mit ihnen im August ein weiteres Mal im Erlebnispark Ziegenhagen ein Event starten.

Für heute war das Fest leider zu ende und wir mussten uns alle mit einem tränenden Auge verabschieden.

Zum Schluss wurde mir von Sarah und Mike eine prall gefüllte Spendenbox übergeben, das war ja kaum zu fassen.

So ein toller Tag und dann haben alle noch fleißig gespendet! Vielen lieben Dank an alle und bis ganz bald :-)