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8.7.15 der KIMBU Weg von Duderstadt ins Brotmuseum Ebergötzen

Mir taten die Füße doch noch so sehr weh, die Gelenke und die Fußsohlen. Aber ziemlich motiviert machte ich mich los, wir trafen uns alle noch einmal „Zum Löwen“ in Duderstadt, unter anderem Kerstin Mollenhauer (bitte sieh´ mir nach, dass ich Dich anfänglich falsch schrieb) die Geschäftsführerin von Kimbu und Gabi stieß dazu, sie hatte ich über das Internet kennen lernen dürfen. Sie schrieb mir relativ am Anfang ganz nette Mails und uns war beiden klar, dass wir uns mal treffen mussten, um so mehr freute ich mich, dass sie sich dazu gesellte. Wir tranken noch etwas und starteten sogar zu viert. Das hat echt Spaß gemacht, denn man hatte das Gefühl, man ist nicht alleine! Viele Menschen stärken mir immer wieder den Rücken und langsam werde ich wehmütig. Ich blicke auf so eine tolle Zeit, auf ein hervorragendes Abenteuer zurück, welches nichts (außer Schnee) ausließ. Unsere 4. Begleiterin verließ uns in Westerode und wir gingen weiter. Wir hatten viele Themen, ich wollte schon immer mal nach Norwegen. Gabi kam gerade direkt aus dem Urlaub aus Norwegen und auch Kerstin war schon dort und beide erzählten mir wunderbare Erfahrungen aus diesem idyllischen Land. Wir nahmen uns vor, wie so oft nur auf dem Radweg zu bleiben, doch das sollte uns zum Verhängnis werden! So eine schlechte Ausschilderung ab Westerode hab ich auf der ganzen Strecke nicht erlebt. Wir sind irgendwann quer über die Felder, haben aus Verzweiflung die Wege komplett verlassen, sonst wären wir wohl noch immer nicht angekommen. Nach einem sehr langen Weg kamen wir in Seeburg an und mussten uns von Gabi leider verabschieden. Ihr Mann war so lieb und holte sie ab, während wir unserem neuen Streckenrekord entgegen liefen. Wir kamen zu spät, trotz weggelassener Pause, im Brotmuseum an. Ich wusste nicht, wie schön das dort war. Wir haben beide ganz schön gestaunt, die kleine, tolle Allee aus verschiedenen Bäumen, aber liebevoll angerichtet. Was mir am meisten leid tat, der Bürgermeister der Samtgemeinde Herr Behre und eine Mitarbeiterin vom Brotmuseum Frau Henning warteten schon gefühlte Stunden. Aber sie waren so lieb und verständnisvoll und reichten uns ganz lecker Kuchen, Kaffee und Säfte. Der Kuchen kam aus dem Backstübchen nebenan und war so lecker, das Kerstin und ich uns beim Backstübchen noch mehr gekauft haben.

Wir haben einen neuen Streckenrekord aufgestellt, nicht nur Frau Henning und Herr Behre waren sehr stolz, sondern auch Kerstin und ich mussten darauf abklatschen. Das fühlte sich großartig an. Da hat sich jeder Kilometer gelohnt…. Nun geht´s zum Endspurt, bis dahin Eure Kathi

6.7.15 Fuhrbach nach Duderstadt

Mir steckt der heiße Tag noch ziemlich in den Knochen, aber aufgeben zählt nicht. Nicht jetzt! Es sind auch nur „wenige“ Kilometer bis Duderstadt. Heute kommt „Kecki“ mit, darauf freute ich mich. Wir rätselten ob mit oder ohne Atti, aber wird es wieder so heiß, oder wird´s heute angenehmer?! Wir mussten ja immer alles genau planen, also fuhr ich nach Duderstadt mit meinem Auto und von dort holte mich Kecki ab und fuhren zusammen nach Fuhrbach, wo wir starteten. Das war nie ein Problem. Meine gute Erziehung hält mich dazu an, vorher zu fragen, ob ich parken dürfe. Das war in Duderstadt sehr schwierig! Aber ich fand dann tatsächlich noch jemand nettes, ein junger Mann von einem Motor- und Rasenmäher Laden, da durfte ich parken, obwohl es ein Kundenparkplatz war 😉

von Fuhrbach nach Duderstadt
von Fuhrbach nach Duderstadt

Dann konnte es ja losgehen, wir wussten, wir können heute nicht so schnell machen, denn mir tat noch alles weh. Ich war die letzten Wochen echt verwöhnt von netten, freundlichen Menschen, das sollte sich heute ändern. Muss wohl am Montag gelegen haben. Viel auffällige Unfreundlichkeit schlug mir entgegen, das war echt schon seltsam. Wir hatten uns viel zu erzählen und wir lachten über diese Miesepeter und ich erzählte Kecki noch von den tollen Erfahrungen und besonders von gestern, der Tag in Fuhrbach.

von Fuhrbach nach Duderstadt
von Fuhrbach nach Duderstadt

Und ziemlich zügig waren wir schon in Duderstadt. Wir kamen die Hauptstrasse entlang und kamen an ein Haus vorbei, was eine beängstigende Ausstrahlung auf mich hatte. Und ich zeigte Kecki, was ich meine, da war ganz offensichtlich ein Brand gewesen. Ich vermutete, dass wohl der Dachstuhl brannte. Mich wunderte nur, dass noch eine weiße, große Blumenampel an der Hauseingangstür hing, die Scheiben und das Grundstück aber verrammelt und verzäunt waren. Irgendwie wirkte es wie ein Geist auf mich und verlor´ alle gute Laune und etwas machte mich traurig. „Dann frag´ ich mal Tante Google…“ sagte Kecki und was er dann sagte, ging echt in den Magen und ins Herz. Ich hatte ein eisiges Gefühl, Hilflos und alles schien dunkel. Zwei kleine Mädchen kamen vor über einem Jahr bei diesem Brand ums Leben und ihr Großvater einen Tag später. Ich kann immer noch nicht beschreiben, wie dieses Gefühl war, ich hätte losheulen können. Ich hatte ja keine Ahnung von dieser Tragödie.

Ich durfte nicht stehen bleiben und weiter nachdenken, denn wir sollten schon pünktlich sein, also sind wir weiter zum Restaurant „Zum Löwen“, dort warteten der Bürgermeister Herr Nolte und einige Bürger, sowie die Behindertenbeauftragten. Wir bekamen Kaffee und andere Getränke und sprachen  über verschiedenste Ansichten.

Was mich auch richtig freute, Michelle und ihre Mama Kirstin kamen vorbei und Kirstin war sehr gerührt mich laufen zu sehen, das ging mir ans Herz!

von Fuhrbach nach Duderstadt
von Fuhrbach nach Duderstadt

Ich lernte übers Basketball vor einigen Monaten Michelle kennen, die mir von Beginn an sehr sympathisch war, genauso wie ihre lieben Eltern. Obwohl Michelle kein Basketball zur Zeit spielen darf, hoffe ich, das wir uns bald wiedersehen. Es war ein anstrengender, aber doch herzlicher Tag.

Nun geht es in den Endspurt und Wehmut macht sich bei mir breit, ich denke und hoffe, dass der ein oder andere das verstehen kann.

von Fuhrbach nach Duderstadt
von Fuhrbach nach Duderstadt

Bis dann Eure Kathi

ein „Bruzzel“-Weg 5.7.15

Gestern war es ja schon sehr, sehr heiß. Wenn man nur sitzt, schwitzt man schon eklig, was sollte das heute geben? Ich dachte, wir hätten Freitag schon das schlimmste gehabt. Es kam schlimmer! Nun kann ich einiges von der Liste streichen. Ich fasse mich heut´ kurz, denn es war brutal.

Ich habe aber viel positives zu berichten. Ja, der Planet brannte, aber mit einer so netten Begleitung war es ein Geschenk. Daniel, von den Göttingen Generals, kam mit dazu und wir haben natürlich viel über Football geplaudert. Wir mussten oft Pause machen, aber wegen mir, denn es wurde immer anstrengender.

Aber dafür war der Empfang grandios!

Frau Sommerfeld, die Bürgermeisterin von Fuhrbach, wartete im Ziel mit vielen Bürgern und Herr Otto vom „Kronprinz“ mit frischem, kalten Wasser. Es war eine gesellige Runde und wir waren, trotz der Hitze, in netten Gesprächen vertieft, als ein fremdes Auto fast vor unseren Füßen einparkte. Ich staunte mal nicht schlecht! Mein Bruder und seine liebste Maike stiegen aus. Extra aus Berlin angedüst. Da war mir doch mal glatt egal, wann und wie sich meine Geruchsneutralität aufgelöst hat und ob ich noch klitschnass geschwitzt war, da war extrem drücken angesagt.

Ich glaube, die beiden wären dankbarer gewesen, wenn ich Zurückhaltung geübt hätte. Auch die Fuhrbacher amüsierten sich ganz schön über diesen Anblick.

ein "Bruzzel"-Weg
ein „Bruzzel“-Weg

Frau Sommerfeld erzählte uns vom Sportplatz, dass dort gerade der Saisonstart gefeiert wird. Das wollten wir uns nicht nehmen lassen, dort noch vorbei zu schauen und wir sind geschlossen über den Armenia Fuhrbach Platz eingefallen 😉 Ich glaube, die Fuhrbacher brauchen keinen Grund zum feiern, sie tun es einfach. Es war großartig und außergewöhnlich, so offen und lieb empfangen zu werden, was vor allem dem Arrangement von Frau Sommerfeld zu verdanken war.

Es gab Bratwurst, selbstgebackenen Kuchen und kalte Getränke. Dann gab es noch über´s  Mikro eine tolle Ansprache und schon düste Frau Sommerfeld mit meiner Spendendose herum. :-) Was soll ich sagen, innerhalb von 5 Minuten war die Dose voll, wir konnten es alle kaum glauben, aber tatsächlich Randvoll. Ich fragte sie mit Augenzwinkern, ob sie nicht täglich mit mir mitkommen möge. Aber dann müsste sie ihr Amt niederlegen, das geht ja nicht 😉

Ich möchte mich ganz lieb bei allen Fuhrbachern bedanken, ich freue mich auf den 26.7. , da ist das Sportfest in Fuhrbach und ich werde ab 14 Uhr dazu stoßen.

Bis dahin Eure Kathi

der „David Ziaja“- Weg am 3.7.15 von Herzberg nach Bad Lauterberg

Heute wird es anstrengend und das aus mehreren Gründen! Es soll unfassbar heiß werden und wir gehen in den Harz. Au Backe, ob das gut geht? Ich  flachste morgens noch herum, ob ich den Tag überleben würde?! 😉
Habt ihr euch das schon einmal gefragt? Ich meine, lebt ihr euer Leben so, dass ihr zufrieden seid? Oder bereut ihr etwas, es noch nicht getan zu haben?!
Dann solltet ihr es tun und keine Ausreden finden.

Dieser Plan, mit meinem Lauf war zu Beginn weder umsetzbar, noch daran zu denken, aber ich wollte es, also kämpfe ich für meinen Traum, denn irgendwann kommt dieser Moment, an dem ich sagen kann “ Ich habe es wenigstens versucht und habe alles MIR mögliche gegeben.“  Man sagt oft, es ist so anstrengend, so stressig, es ist unmöglich! Aber wie ihr seht, sitze ich nach einem der heißesten Tage in diesem Jahr, in der Natur und schreibe euch diese Zeilen.

Ich muss zu geben, es war anstrengend, es begann in Herzberg, als wir mit Frau Kiep, dem Bürgermeister Herr Peters und Frau Wiegmann (eine liebe Bürgerin von Herzberg) im Café König saßen und klönten und zum Abschied noch ein Heißgetränk genossen, als ein heftiges Unwetter über uns losging. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich eine derjenigen bin, die die Liste der Gewitter-Angsthasen anführt. Man findet mich dann gerne auch mal im Schrank 😉   Ich war super nervös und alle, auch meine Mitläufer Daniel und Carsten (von O.R.T.) durchforsteten sämtliche Wetterapps und -karten, wie sich diese Unwetterfront weiter bewegt. Ich teilte dann allen mit, dass ich das aussitzen werde und nicht pünktlich 10 Uhr losgehe. Eine kluge Entscheidung, denn niemand würde ohne mich los laufen, hoffte ich jedenfalls 😉

von Herzberg nach Bad Lauterberg
von Herzberg nach Bad Lauterberg

Gegen 10:40 Uhr konnten wir los, es regnete noch etwas, aber das war okay, die Blitze und dieser Krach verschonten mich dann Großteils. Daniel hatte eine fantastische Strecke herausgesucht, so dass ich „Naturblicktechnisch“ ganz auf meine Kosten kam. Die Straße war nicht stark befahren, aber durch die Wärme, oder die Schwüle, fiel mir auf, dass die Autofahrer echt unkonzentriert waren und ich dachte an mich selber, wie oft war ich abgelenkt, in Gedanken versunken, oder sogar mit Radio oder Navi beschäftigt. Das ließ mich echt nachdenklich werden. Ich erzählte Carsten und Daniel bei einem tollen Blick zum Harz und Brocken, von David und das dieser Name seit einiger Zeit feststand für einen Weg, ich aber noch nicht wüsste, für welchen. Heute war der perfekte Tag dafür. Wir unterhielten uns lange, lange über verschiedene Lebenserfahrungen. Und wir gingen Bergauf und -ab. Es würde immer wärmer und schwüler. Wir hatten sicher schon 35 Grad 😉  In Scharzfeld kam uns ein O.R.T. Flitzer entgegen und es hupte und winkte. Es war Romina, sie arbeitet in Bad Lauterberg in hiesiger Filiale.Wir wussten aber nicht, dass sie in Scharzfeld wohnte und wir fragten, ob wir nicht bei ihr mal auf die Toilette dürften. Einer nach dem anderen durfte sich erleichtern und dann quatschten wir noch ein wenig, denn mein Christian wartete auch in Scharzfeld auf uns. Er machte sich Sorgen, ob bei der Wärme alles in Ordnung war und wir noch fit. Noch ein Bilder geschossen und weiter ging es, eine süße Katze begleitete uns noch einige Meter, ich hoffte etwas, sie verliebe sich in mich und kommt mit mir, aber nööö.

Wir beschlossen, nun mehr keine Pause zu machen, da sogar ein paar Schüler, der „Muschinsky-Schule“ warteten auf uns und diese hatten ja schließlich das Freibad zu verpassen 😉
Also Stechschritt voran. Carsten legte eine super km/h Leistung hin und wir hatten Mühe dran zu bleiben. Kurz vor Bad Lauterbeg schlängelte sich rechts neben dem Weg ein wunderschöner Bach oder kleinerer Fluss entlang, hier möchte ich bleiben. War das Traumhaft, die meisten fuhren vermutlich einfach dran vorbei, ohne diesen schönen Anblick zu genießen. Warum eigentlich? Wir nehmen uns zu wenig Zeit, die tollen Dinge des Lebens aufzusaugen. wissen wir sie dann noch zu schätzen? Ich schloss die Augen und sog diesen Anblick und diese Luft in mich auf. Wir kamen die Herzberger Landstrasse runter und ich merkte, dass ich derart schwitzte, dass wirklich nicht mal die Arme trocken blieben, ich ließ es laufen, machte noch ein kleines Video von uns, als ich etwas hörte, was ich nicht zuordnen konnte. Carsten meinte „Schau´ mal, wir sind fast da, genieß´ es…“  Oh man…… Jetzt schwitze ich nicht nur an den Armen usw., sondern auch in den Augen und zwar richtig!

Ein dutzend Schüler, Lehrerinnen und die O.R.T.-Mitarbeitet standen Spalier vor einem roten Teppich und klatschten, was die Handmuskulatur hergab.

Super, meine Tränen liefen und ich konnte diese tollen Menschen nicht einmal begrüßen. Ich musste mich erst einmal beruhigen. Nase putzen, runter fahren und los quasseln, ich bin ja eine Frau, da geht schon mehreres auf einmal. Ich erwischte mich wieder bei dem Gedanken, wieviele es gäbe, die selbst diesen ergreifenden, sentimentalen Grund nicht genießen.

Wir saßen alle zusammen, wir unterhielten uns über meine NeurORThese und immer mehr Leute stießen dazu. Der stellvertr. Bürgermeister, Herr Cziesla kam noch dazu und ich bekam von Frau Döbrich und Frau Beer( Muschinsky-Schule) eine Spende und von vielen Privatpersonen, die einfach kamen und viel Fragen stellten und dann noch spendeten. Ich erinnere mich besonders dabei an Frau Ness, da war ich sehr berührt.

Ich möchte mich noch einmal bei allen Beteiligten für diesen besonderen Empfang bedanken.

Wir machten uns noch einen schönen Nachmittag, bei Eis und Schokolade, in Bad Lauterberg, bevor es dann zum frühen Abend zurück ging. Dieser Weg hatte für mich nicht nur einen besonderen Empfang bereitgehalten, sondern auch einen besonderen Namen! David!
Ich schrieb am Anfang, es wird anstrengend, aber es gab soviele tolle Momente. Wir dürfen nicht nur das negative sehen, denn die positiven überwiegen meist, doch sehen wir sie kaum, denn wir konzentrieren uns nur noch einseitig.

David Ziaja
David Ziaja

David wurde nur 21 Jahre alt. Er verlor sein junges Leben auf der Straße! Er hat nicht mehr die Möglichkeit, die schönen Dinge zu sehen und zu genießen. Aber als er lebte, hat er alles dafür getan. David kämpfte für seine Träume, er tat es einfach. David fragte nicht, ob es möglich ist, er packte es einfach an. Erreicht hat David viel in seinem jungen Leben, welches Vormittags am 18. November 2011 viel zu früh beendet wurde. Er steckte zu dieser Zeit mit seinem Papa und Freunden in der Planung einer Stiftung, diese sollten hilfsbedürftigen Menschen Zugute kommen. Nach diesem unfassbaren Schicksalsschlag, gründeten sie dennoch die Stiftung und sie trägt heute den Namen von David Ziaja. Die Stiftung und alles weitere findet ihr hier:

www.david-ziaja-stiftung.de

Sonntag, den 5.7.15 geht es weiter von der O.R.T. Filiale Bad Lauterberg nach Fuhrbach. Ich freue mich, euch wieder berichten zu dürfen, bis dahin Eure Kathi

1.7.15 der Kirschen-Weg nach Herzberg

Heut vor einem Monat fing alles an,
mein Weg startete und ich hatte Sorgen und Ängste, dass mein Körper oder etwas anderes einen Strich durch die Rechnung macht. Ein Monat gelaufen, auf dem Konto sind bis einschließlich heute 230,84 Kilometer, ich bin schon ein wenig stolz. Es gab ja nicht nur positive Wünsche, das hat zu Beginn sehr an der Seele genagt.
Aber die lieben Worte, die mir täglich mitgegeben und gesendet werden, baut mich immer wieder neu auf.
Gerade heute morgen, ich stand das erste Mal wieder mit starken Schmerzen auf und hatte erhebliche Mühe mich zu motivieren. Da wird man schon nachdenklich, als ich auf das Datum blickte. Ich wollte niemand enttäuschen und am wenigsten mich selbst, ich will das so sehr. Ich wusste, ich musste heute etwas langsamer machen, ich ignorier´ das ja nicht, ich versuche nur dagegen anzukämpfen. Ich kam schon zu spät zum Treffpunkt, aber das nahm mir zum Glück niemand übel.

Ein bisschen Bammel hatte ich vor der Wettervorhersage, angesagte 33 Grad, die ja nur für Schatten galten. Das Eiscafé „Dolce Vita“ in Hattorf hatte noch geschlossen, als wir los wollten. Natürlich fiel mir wieder ein, ich müsste nochmal müssen. Nebenan ist die Fleischerei „Koithan“ und ich habe die netten Damen einfach gefragt und tatsächlich, ich durfte dürfen 😉  Ein so leckerer Geruch leckte sich direkt in meine Nase, nach frisch geräuchertem, nach frisch gekochtem, ich wäre dieser Verführung fast erlegen, aber dann wäre ich nirgends mehr hin, höchstens gerollt, bei den Sachen die dort in der Theke auslagen. Ich bedankte mich und wir zogen los, immer dem Radweg nach.

der Kirschen-Weg  nach Herzberg
der Kirschen-Weg nach Herzberg

Heute hatte ich wieder Bremer Verstärkung. Stefan und noch einmal Vanessa :-)  Stefan kenne ich schon einige Jahre, er kennt mich fit UND mit Einschränkung, da sind mir die Meinungen immer am wichtigsten. Sprachlos war er, als er mich das erste Mal laufen sah und unser schwarzer Humor ist auch gleich, so dass wir viel gelacht haben. Nach ein paar hundert Meter fing Stefan schon an zu jappsen, Vanessa und ich haben uns kaputt gelacht und wir haben uns über unser Gewicht lustig gemacht. Stefan hat uns aber nur was vorgemacht.

Wir hatten einen fantastischen Weg heute, mit Schatten ab und an und nicht viel Verkehr, bis wir dann auf den Feldweg kamen. Rechts und Links lauter Obstbäume und Begeisterung machte sich bei uns breit. Stefan rief plötzlich: „Ey, Eule! Haste schonmal Wildkirschen gegessen?..“ Na klar, als ich klein war, aber die letzten Jahre? So einfach abpflücken? Nee, das traute ich mich nicht mehr, warum auch immer. Krügi (Stefan) hat mir geholfen, ein paar ganz dunkelrote auszuleihen.
Wir haben sie nur geliehen! Nächstes Jahr wachsen dort etwa 20 neue 😉
Oh je, hatten wir ein Spaß. Dann ging es weiter mit Kirschkernweitspucken, ich hab ganz schön geschwächelt, vielleicht 2 Meter, weiter bin ich nicht gekommen. Das schreit nach Training 😉

Ich weiß gar nicht, wie lange wir darüber gelacht haben, auch die Autofahrer, die den Feldweg lang fuhren (wo die wohl alle hin wollten), haben uns merkwürdig beäugt. Darf man keinen Spaß haben? Wir kamen an so wunderschöner Landschaft vorbei, wie oft wir stehen blieben um zu schauen und zu staunen, dieser Duft von Nadelbäumen, der erinnert mich immer an den „Helene“See bei Frankfurt/Oder. Dieser Ort ist auch so schön und es riecht dort auch so einzigartig, nach Tannen und Sand.  Ich mag diesen Geruch. Es war schon sehr, sehr heiß, aber es ging ein Windchen, das machte  gute Laune.

Kurz vor Herzberg kamen wir an einer Weide vorbei, auf der zwei Pferde standen und wieder einmal hatte ich das starke Bedürfnis diese zu streicheln und die beiden offensichtlich auch, denn sie kamen sofort  zu uns. Das war echt schön und meine Angst wird echt immer weniger, naja, auf den Rücken würde ich immer noch nicht springen, aber anfassen geht schon mal 😉

der Kirschen-Weg  nach Herzberg
der Kirschen-Weg nach Herzberg

Wir kamen in Herzberg an und wurden herzlichst Begrüßt  von Frau Kiep (GB von Herzberg),  Frau Rose ( Harzer Kurier) und Herr Bremer.

Wir saßen  noch eine ganz lange Zeit im Café König am Marktplatz, nicht nur diese tollen Gesprächspartner, sondern auch dieses entspannte, idyllische Café ließ die Zeit verfliegen und uns war es schon sehr unangenehm, dass wir dort so lange saßen.

der Kirschen-Weg  nach Herzberg
der Kirschen-Weg nach Herzberg

Wir bekamen von der Stadt Herzberg sogar einen dicken Eisbecher, ja Erdbeerbecher nur mit Schokoeis, oh war das perfekt bei dem Wetter. Ich möchte mich noch einmal bedanken, es war ein sehr schöner Nachmittag, Freitag starte ich von diesem Café in Herzberg und dann geht es nach Bad Lauterberg. Vor dem Wetter habe ich schon ein großes Stück Respekt, aber auf den Weg und die Leute freue ich mich schon,

bis dahin Eure Kathi

der Bremsen-Weg 29.6.15 von der Burg Katlenburg nach Hattdorf a.Harz

Warum Bremsen? Dazu gleich mehr…   Ich bekam ja Samstag Überraschungsbesuch von Freunden aus Bremen und die nächste Überraschung kam gestern Abend, Vanessa würde mitlaufen, das war ja gerade zu perfekt. Sie war schon früh da, so dass wir alles in Ruhe angehen konnten und dann zur Burg Katlenburg düsten. Torsten Runge war auch schon da und wir tranken noch zusammen einen Cappuccino, ich erzählte ihm von dem tollen Bericht im Göttinger Tageblatt und er wollte ihn noch unbedingt durchlesen, bevor wir los gingen.
Da stieß eine junge Frau zu uns, vom Eichsfelder Tageblatt, die anschließend Bilder vom Start machte. Wir redeten noch ein wenig, jeder ging noch mal in den sanitären Entspannungsbereich, ehe es los ging. Wir wurden noch auf einen Blitzer hingewiesen, der direkt in der 30 Zone, in einer Kurve sehr versteckt aufgebaut war. Na mal gut, stellt euch nur mal vor 😉 die hätten Augen gemacht 😉   Also langsam um die Kurve gelaufen, Augen offen gehalten, entdeckt und vorbei geschlichen. Alles gut gegangen.

Wir hatten einen sehr schönen Radweg links neben der Fahrbahn und konnten die Aussicht genießen. Ich hatte den Duft von frischen Erdbeeren in der Nase und mir lief sofort das Wasser im Mund zusammen. Ich hoffte sehr, dass diese rechts von der Straße befinden, aber sie waren nur 2 Meter von mir weg, als sie im Auge hatte. Da war ein Zaun, aber wie könnte man diesen überwinden?! Drüber springen? Neeee, vielleicht als Känguru mit Anlauf, aber ich? Ich schaff keine 10 cm hoch. Drunter durch ging auch nicht, dann sah ich jemanden mit einer Motorsense zwischen den Reihen durch mähen, vielleicht fliegt mir die eine oder andere entgegen?!  nein :-(  Ich erntete eher spezielle Blicke. Naja, dann eben nicht.

Wir kamen durch Lindau und suchten unseren Feldweg, da trafen wir einen ganz lieben Mann, mit einer Continental Hose an, er gratulierte mir zum Geburtstag und wünschte mir für mein Projekt alles Gute. Das fand ich echt süß. Er half uns auch mit der Feldwegfindung, da stehen nun mal keine Schilder. Die Sonne bruzzelte gnadenlos, ja ich weiß, bei Regen hat sie gemeckert und nun auch bei Sonne. Aber so ganz ohne Schatten wird das echt kuschelig. Ich wünschte mir einen Bikini an die Figur und Sonnencreme. Vanessa hatte ein wenig mit Flugtieren zu tun, diese abzuwehren, was mich immer wieder lachen ließ.

Wir kamen in Wulften an und sie hatte die gigantische Idee mit der Papiertonne :-) Selbige mit Wasser füllen und ungeniert rein springen. Uns hinderte daran nur eine Tatsache, die Tonnen waren noch voll. Müssen wir uns erst einmal mit einem Bäcker zufrieden geben. Da gab es einen bei Netto, aber auch da war die Bestuhlung in der Sonne, aber es war dennoch angenehm.

von der Burg Katlenburg nach Hattdorf a.Harz
von der Burg Katlenburg nach Hattdorf a.Harz

Wir gingen weiter und suchten unseren Rad- oder Feldweg, aber nichts. Oh man, dann wird´s wieder unangenehm, direkt an der Straße. Wir hofften auf Rücksichtsvolle Autofahrer. Aber wie auch auf den vergangen Strecken hofften wir bei vielen umsonst. Es wurde weder abgebremst, einige machten nicht mal etwas Platz, obwohl wir darauf achteten, ob gerade Gegenverkehr kommt. Das finde ich nicht nur schade, sondern auch super anstrengend. Apropos abbremsen… Bremsen…davon hatten wir dann doch genug, sie schwirrten um uns herum. Ich fragte Vanessa, ob wir so riechen würden? Oder gar wie Pferde…Nein, so schlimm war es noch nicht. Ja wir waren sehr verschwitzt, aber soooo? Wir wurden überfallen, von „nichtbremsenden“ Autofahrern und „Körperbremsende“ Bremsen. Wir haben beide einige Stiche kassiert. Dann bewaffneten wir uns mit Pflanzen zum wedeln und vermutlich dachten einige, die uns sahen, ein rituelles Körpergewedel 😉

Wir kamen endlich an, in Hattdorf, die ersten hunderte Meter sogar ohne Fußweg, immer noch auf der Straße laufend, aber dann kamen wir ganz schnell ans Ziel. Der Bürgermeister, nochmal ein Herr Kaiser, und Dieter empfing uns in der Eisdiele „Dolce Vita“, ach perfekt bei dem Wetter. Die Chefin begrüßte uns dann auch noch und wir bekamen von Herr Kaiser eine lecker Eisschokolade. Am liebsten wäre ich in den Becher gesprungen und um so länger wir mit Eis im Schatten saßen, um so mehr kam hervor, dass wir uns ganz schön verbrannt haben. Wir hatten noch ein tolles Gespräch mit Herr Kaiser und dann sind wir nach Hause gefahren, nun heißt es duschen, bevor noch mehr Bremsen mich schnuppern 😉

Mittwoch wird es noch wärmer und ich ziehe den Bikini in Erwägung 😉 Dann geht´s von Hattdorf nach Herzberg, ich freue mich auf einen neuen Tag, bis dahin Eure Kathi :-)

26.6.15 der Drachen- und Koboldweg vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg

Heut war für mich schon wieder ein besonderer Tag, ich wußte Frau Kolle (O.R.T.) begleitet mich heute, dazu noch Daniel, Christian (Hallo Mittwoch) Dieter (Imprints) und ich würde heute die 200 Km knacken *Händereib* und ich wusste auch schon wo 😉  ich hab die halbe Nacht an der Karte gesessen, damit ich diesmal die runde Zahl „feiern“ kann.

Drachen- und Koboldweg  vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg
Drachen- und Koboldweg vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg

Aber jetzt erst einmal zum „Theater der Nacht“ in Northeim, da wartet eine Führung durch ein „verwunschenes Haus“. Wir wurden noch mit lecker Kuchen und Leckereien gestärkt und dann ging es los, es sind einige Besucher gekommen, das freute mich sehr. Auch viele, kleine Geschenke gab es, darüber freut man sich ja noch mehr.

Wir wurden von Ruth Brockhausen als erstes in den Keller geführt, sie zeigte uns die Stelle, wo der Rotschuppendrachen lebte und wieso dieser beschützt werden müsse. Aus diesen einzigartigen Schuppen ist eine geniale Wendeltreppe gebaut werden, die sieht toll aus, das müsst ihr gesehen haben.

Drachen- und Koboldweg  vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg
Drachen- und Koboldweg vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg

Danach ging es zu dem „Parketkobold„, der wurde zum Glück gefangen, in einem Schrank, da sitzt er bis heute und wartet auf viele Besucher 😉

Drachen- und Koboldweg  vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg
Drachen- und Koboldweg vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg

Ich durfte sogar auf die Bühne und für mich war es wieder wie im Kinderzimmer und wir durften alles anfassen. Frauen gucken ja immer mit den Händen, wenn auch Schilder befestigt wären mit der Aufschrift „Bitte nicht berühren“, heimlich grabschen wir Frauen alles an 😉

Ich hatte die Schuhe von Frau Mond in  der Hand und ich konnte an keiner Puppe vorbei gehen, ohne sie nur mal nebenbei anzufassen. Und dann durften wir sogar in die Werkstatt.

Drachen- und Koboldweg  vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg
Drachen- und Koboldweg vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg

Da saßen Heiko und seine Helferin und bastelten an neuen Kreationen. Ich war sehr beeindruckt. Um ehrlich zu sein, wollte ich so recht gar nicht laufen jetzt, sondern eher mir noch eins der tollen Stücke anschauen, aber das verschiebe ich auf bald :-)

Wir gesellten uns vor der Tür zusammen und zählten noch einmal durch, ja es waren alle zusammen und wir gingen langsam los, denn ich liebäugelte noch mal mit dem Kuchen. Aber ich wusste ja, dass es unterwegs noch etwas gibt. Es war für mich sehr angenehm, soviel nette Leute um mich zu haben. Das war großartig.

Wir mussten ja nur 4,35 Km, denn dann hatte ich die 200 voll. Das war mitten in Hammenstedt.

Drachen- und Koboldweg  vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg
Die 200 km sind geschafft!

Wir kamen an, machten ganz viele Bilder, denn schließlich wollte ich es auf Bild haben. Stefan kam mit seinem Bus vorbei, hatte ganz viele Kaffee an Bord und alle wurden versorgt. Großartig!

Die Campingstühle standen bereit und etwas Musik dudelte im Hintergrund.

Drachen- und Koboldweg  vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg
Drachen- und Koboldweg vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg

Als wir nach ein paar Minuten los wollten, verabschiedeten sich Christian und Daniel, denn beide mussten noch arbeiten und dafür kam Stefan weiter mit und los ging´s.

Wir unterhielten uns über Neuigkeiten, da ich Stefan länger nicht gesehen habe und mit Renate über ihre Töchter und die Natur. Die beiden mussten mir zustimmen, wie herrlich klein man sich in dieser Natur fühlte und ich regte mich immer wieder über den Müll am Straßenrand auf. Ich muss ja zugeben, ich hab mich auch gerne mal einer Bananenschale entledigt, aber ich sehe das inzwischen anders. Macht es besser und wie ich inzwischen, ich habe eine kleine Tüte für den Müll, oder ich lege es kurz in den Fußraum im Auto, denn irgendwann kommt ein Mülleimer.

Drachen- und Koboldweg vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg
Drachen- und Koboldweg vom Theater der Nacht zur Burg Katlenburg

Wir waren inzwischen in dem Ort Katlenburg und Renate meinte, wie ich, so weit war es gar nicht, es war nicht zu warm, nicht zu kalt. Aber auf den letzten Metern  musste der Himmel nochmal ordentlich niesen. Das hätte jetzt auch nicht mehr sein müssen. Wir Krabbelten den Berg zur Burg hoch, da kam der Kleinbus vom Hotel der Burg Katlenburg und wollte uns abholen, aber auch ihm musste ich sagen, dass ich laufen wollte.

Die beiden Mitläufer haben sich bestimmt gewünscht mitfahren zu dürfen 😉

Aber viel war es ja auch nicht mehr. Oben angekommen regnete es immer noch, aber nicht mehr lange. Torsten Runge und sein Team der Burg Katlenburg nahm uns super lieb in Empfang, sowie mein Christian. Wir durften uns als Belohnung noch ein Essen aussuchen, das war grandios, also nicht  nur die liebe Einladung, sondern auch das Essen. Es war so lecker. Fantastischer Spargel, auf den Punkt gekocht, ein frisches Kalbsschnitzel und dazu selbstgemacht Sauce Hollandaise. Das war mir ein kulinarisches Gedicht. Als Nachtisch gab es ganz tolle, private Gespräche, ich habe mich sehr zu Hause gefühlt. Vielen Dank an alle! Das tat alles sehr gut.

Am Montag, den 29.06.15 geht es los von der Burg Katlenburg nach Hattdorf, wen ich mich recht erinnere, in ein Eiscafé, das wird mich einige Kilos kosten 😉   Mal schauen, wo uns der Weg nächste Woche hin führt :-)    Alles liebe bis dahin, eure Kathi

24.6.15 der O.R.T. Weg von Einbeck geht´s nach Northeim

Wir waren schon ziemlich früh am Starpunkt, die O.R.T. Filiale in Einbeck, da wurden wir noch mit Kaffee versorgt und wie ihr ja inzwischen wisst, bin ich dann richtig glücklich. Wir setzten uns und mir wäre fast der Kaffee aus der Hand gerutscht, ich hatte ein Kissen im Rücken, sobald man sich anlehnte, fing das an zu vibrieren. Da ich gerade mit meinem eigenen Schreck beschäftigt war, fiel mir nicht auf, dass es Svenja genau so erging. Zum Morgen schon herzhaft lachen verspricht einen guten Tag, Hauptsache es bleibt einigermaßen trocken. Das Wetter hielt sich, aber den Wassermontag hatte ich noch im „Nacken“ und musste ständig auf Toilette.

Sehr hilfsbereite Menschen begegneten uns, ob im Sanitärhandel in Salzderhelden, im Räucherfischladen in Edesheim oder im Dönerladen in Northeim, ich durfte überall hin, ohne dass jemand murrte.

Wir hatten wieder eine Menge Spaß unterwegs und ich entdeckte immer mehr, die Schönheit von Weinbergschnecken und konnte kaum aufhören zu fotografieren als ich immer wieder von Magen knurren gestört wurde. Auf mein belegtes Brot hatte ich sogar keinen Hunger, wir waren auf den Weg nach NOM, da gibt´s das DINX, direkt am Rasthof hinter der Bratwursthütte, ein Restaurant, Diner und Café. Mein Magen wurde noch lauter bei dem Gedanken daran, aber ehe wir ankamen, war es so spät, dass es nicht mehr zum lecker Burger essen reichte. Wir bekamen jeder einen Kaffee to Go und zogen direkt weiter. Ich würde dann heute abend wieder einkehren 😉

der O.R.T. Weg von Einbeck geht´s nach Northeim
der O.R.T. Weg von Einbeck geht´s nach Northeim

Wir kamen mit 10 Minuten Verspätung an und ohne jemanden zu begrüßen, zückte ich den Kilometermesser und war betrübt. Es waren nur 17,25 km :-(  mir fehlten genau 4 km und 350 m bis die 200 Kilometer voll waren. Das war bitter, aber Freitag, da schaffe ich das.

Für uns wurde extra die Northeimer O.R.T. Filiale geöffnet, dort warteten nicht nur eine liebe Mitarbeiterin, sondern auch Herr Gebauer und Christian Vogelbein von „Hallo Mittwoch„, wir führten dann noch ein sehr amüsantes Interview für seine Podcastplattform schachtier.de , er hatte im März das erste Interview mit mir gemacht, als nur wenige an mich glaubten, deswegen war mir die Ehre um so größer, ihn nochmal sprechen zu dürfen.  Er versprach mir zusätzlich, Freitag unsere Strecke von Northeim nach Katlenburg mitzulaufen. Wie cool :-)

Nun ging es weiter, wieder zurück nach Moringen, da trainierte die F-Jugend, das wollte ich mir nicht entgehen lassen, um auch noch einmal Danke zu sagen. Dann grätschte mir mein Magen wieder ins Gedankenspiel und ich beschloss den besten Dönerladen Moringens ausfindig zu machen. Das war leicht, ich hörte bei nachfragen immer nur den Namen „Asmin„. Ich selbst kannte den Laden nicht und steuerte diesen an, ich wurde ganz nett bedient und dann kam noch eine ältere Frau rein und auch sie gab ihre Bestellung auf. Nebenbei wirbelte der Mann mit meinem zukünftigen Döner herum und der Geruch machte meinen Magen echt gierig. Als ich bezahlen wollte, meinte der Mann: „Nein, ich möchte nicht dass du bezahlst, ich möchte dir etwas für deine Spendenbox geben…“ und auch die ältere Frau gab mir Geld und alle wünschten mir nur das Beste.
Ich war völlig perplex, denn es fiel vorher kein Wort über mich oder mein Projekt. Es ist immer wieder faszinierend, auf welch nette und liebe Menschen ich auf meiner Tour treffe.

Der Döner war, im übrigen tatsächlich sehr lecker.

Danach bin ich aber ganz schnell zum Sportplatz gelaufen, um die Fleischtasche zu vernichten. Die kleinen Großen spielten ganz fleißig und merkten gar nicht, dass ich erschienen war, also schnell in die Ecke und schlemmen. Ein paar der Eltern saßen da schon und wir plauderten noch über Freitag. Dann kamen die Kinder dazu und ein riesiges Gewusel ging los. Alle fragten und redeten durcheinander, es war wie ein Flohhaufen, aber ein netter 😉  Dann übergaben mir die Kinder das gesammelte Geld von Freitag, ohne das ein Betrag genannt wurde, denn ich sagte allen immer wieder,ich möchte nicht wissen, wie viel zusammen gekommen ist. Am Anfang verstanden das nur wenige, doch inzwischen wird es toll respektiert. Ich möchte mich auf meinen Lauf konzentrieren und bin natürlich sehr gespannt auf den 12.7., welches Ergebnis unterm Strich steht. Aber solange werde ich laufen und weiter sammeln.

Nun sind es nur noch wenige Tage bis zu meinem großen Fest, am 27.6. ab 13:30 Uhr auf der Burg Katlenburg. Ich freue mich schon sehr… bis dahin Eure Kathi :-)

22.6.15 der „Arche Noah“ Weg von Moringen nach Einbeck

Der meist gesprochene Satz in meinen Ohren heute war:
„Was für ein Sch***arschwetter…“
Das ist die beste Umschreibung für den heutigen Tag. Nun von vorn, ich hab verschlafen. Jaaaa schon wieder, aber beim letzten verschlafen, haben wir uns NICHT verlaufen, glaube ich. Somit musste es wieder rucki-zucki gehen. Meine Maike kam auf ein Käffchen vorbei, die arme hatte Nachtschicht und sah echt scheußlich aus. Mir jedoch verschaffte es echt Vorteile, sie griff mir wie so oft unter die Arme und es flutschte, dass ich noch ein Kaffee trinken konnte. Dann habe ich mich in die ganzen Pellen gedrückt, sogar das Shirt über die Regenjacke, damit alle mich sehen.

Glaubt mir, man konnte mich nicht übersehen. Niemals!

Blaue Jacke, grünes Shirt, schwarze Hose und lila Schuhe! Das tat weh im Auge, egal, einmal abgewunken, man sieht mich!

Julchen stieg dick eingepackt ins Auto und wir fuhren nach Moringen zum Sportplatz vom SV07.

von Moringen nach Einbeck
von Moringen nach Einbeck

NOCH war es trocken, ich hab mir schon die Hände gerieben, bis jetzt hatten wir ja fast immer Glück, aber wir mussten noch etwas warten, es war noch nicht 10 Uhr. Maike und Dirk kamen zum verabschieden und wir quatschten noch ein bisschen und es ging los, bevor wir los gingen.

Irgendwer war der Meinung, die müssen gegossen werden und „er“ tat es auch. Wir liefen los und ich war noch guter Dinge, ich meinte auch, wenn wir aus Moringen raus sind, dann hört es auf, ganz sicher! Oder auch nicht! Wir gingen und liefen…Bergauf lief uns das Wasser entgegen,  unglaublich. Also schälten wir uns direkt noch in die Regenhosen, wir sahen echt schlimm aus. So mussten wir laut los lachen. Kennt ihr dieses matschende, quietschende Schuhgeräusch? Es ist immer noch in meinen Ohren. Wir kamen nach Iber und ich hörte, trotz dieses Regenprasselns, ein lautes Rufen. Meine ehemalige Bettnachbarin stand ganz trocken im warmen und winkte sich die Seele aus dem Leib. Ja super! Ich dachte nur, ich brauch dringend einen heißen, einen sehr heißen Kaffee und frisch gebackenen Kuchen. Nein, ich bleibe hart. Wir haben zurück gewunken und sind weiter gelaufen, wir kommen sicher an einem Bäcker vorbei und nehmen einen zum mitnehmen.

Das war nicht unser Tag, der einzige Gastronom hatte natürlich Montag geschlossen.

von Moringen nach Einbeck
von Moringen nach Einbeck

Da war aber eine Bushaltestelle, die wählten wir zum kurzen pausieren. Wir saßen noch nicht lange, da kam der Bus und wir machten dem Busfahrer klar, dass wir keine Mitfahrer sind. Einige Kinder stiegen aus und schauten uns echt merkwürdig an. Na sicher, wir sahen aus wie begossene Pudel, die in Klamottenkugeln gesteckt wurden.  Ein kleines Mädchen kam zaghaft zurück und schaute ganz vorsichtig, in Schräglage, in die Haltestelle und fragte sehr leise „Warum fahrt ihr nicht mit dem Bus?“ Da ist mir fast der Keks aus dem Mund gefallen vor lachen, auch Julchen war am lachen. Na klar, wer kommt auf so eine bescheuerte Idee, bei so einem Regenfall, zu Fuß zu laufen?! ICH! Ich erklärte ihr dann, dass wir den Weg laufen müssen, weil wir das vielen Menschen versprochen haben, das fand sie gut. Dann sagte sie “ Dann kommt doch mit zu mir nach Hause, Martina macht gleich Mittag und ihr könnt doch mit essen?!“ Ich glaube wir hatten beide Herzchen in den Augen, aber dann dachte ich nur, Mensch, sie kennt uns gar nicht und ich fragte wo ihre Eltern denn sind, sie solle die erst einmal fragen. Stellt euch mal vor, ihr kommt an so einem kalten, verregneten Tag nach Haus, die Laune im Keller und da sitzen zwei pitschnasse Kugeln, die quietschen und das Mittagessen mit der Tochter genießen. Nach ein paar Minuten kam die kleine zurück und hat wohl festgestellt, dass niemand weiter da war. Ich hab ihr dann erklärt, dass das Angebot ganz lieb ist und kaum auszuschlagen, aber dass es nicht nur nette Menschen gibt. Wir haben uns alle drei echt super unterhalten und die kleine erzählte aus der Schule, sie war echt süß. Wir wurden dann unterbrochen von einem lauten rufen und ich hoffte, es wäre ihre Mama. Im Haus gegenüber hatte eine Frau das Fenster geöffnet und rief Richtung Haltestelle “ Hey Mädels, ich komme …. und fahr´ euch nach Haus!“ Alle drei riefen gleichzeitig „Nein…“ das ging ja nicht. Leider!

Alle dort kannten uns nicht und waren so hilfsbereit, das kennt man leider nicht mehr. Es tat gut zu wissen, dass es nicht ganz ausgestorben ist 😉

Ich rief noch Frau Kolle von O.R.T. an und bat sie um trockene Klamotten, wenn wir in Einbeck „landen“ würden. Es kam das erste Mal der Punkt, an dem Mitleid echt etwas gut tat. Weiter ging es über Wetze nach Stöckheim und ab da gab es einen Radweg, der ständig die Straßenseite wechselte *nerv*. Ich merkte, wie das Wasser in den Schuhen stand und hatte Angst um den Fußsensor, aber der hat echt dicht gehalten. Das war aber auch das einzige. Die Regenjacke, -hose nichts hat mehr den Regen abgehalten und Kilometer für Kilomter baute ich in meinem Kopf eine Arche, die musste ja etwas größer sein, als Noah´s Arche. Ich wollte eine Menge mitnehmen, viele Menschen und einige Tiere. Wir hofften immer noch auf einen heißen Kaffee, obwohl wir wohl lieber darin gebadet hätten. Außer dem bösen Satz: Sch***arschwetter, war das Thema Nr.2, wie wir wohl heut Abend baden. Mit welchem Zusatz, mit Buch oder Rotwein oder oder oder… Wir merkten gar nicht wie die Km vergingen, durch unsere doofen Träumereien und die Hoffnung, es würde gleich die Sonne raus krabbeln. Da vorn ist eine Tankstelle *Jippppiiiii* Kaffee in Sicht, hey, das ist schon EInbeck und ich meinte noch zu Julchen, dann war es ja doch nicht so weit, wie befürchtet. Wir stürzten in die Tankstelle, wie der Wüstenbewohner in den ersten See. Endlich trocken. Gut erzogen, wie ich manchmal bin, putzte ich meine Schuhe ab und ihr werdet es nicht glauben, das Wasser lief oben aus den Schuhen raus…

„Hallo Kathi?!“ sagte die liebe Mitarbeiterin. Ich wusste nicht, dass ich hier wen kenne, aber Tatsache. Carmen, sie ist eine ehemalige Kollegin. Sie lud uns auf den Kaffee ein und ich genoss diesen, wie lange nicht mehr. Dadurch, dass wir nur eine Pause gemacht haben, uns war es ein wenig zu nass 😉  waren wir etwa 20 Minuten zu früh, aber sehr erleichtert endlich am Ziel zu sein.

Herr Gebauer, Frau Kolle, Herr Thies, Familie Voss und der Behinderten Beauftragte der Stadt Einbeck standen mit den O.R.T. Mitarbeiter Spalier und wir durften ins trockene. Ihr werdet es nicht glauben, da kam die Sonne heraus und der Regen hörte auf. Ich war fast etwas sauer.

von Moringen nach Einbeck
von Moringen nach Einbeck

Wir bekamen Handtücher und trockne Sachen. Wir durften uns in einen extra Raum zurück ziehen und „trocknen“. Habt ihr das schon einmal erlebt? Man kommt aus den gefluteten Sachen nicht raus, die haben sich so fest gesogen. Ekelhaft, ehrlich. Die anderen Sachen taten soooo gut, das war wie baden.

Als wir raus kamen, hörten wir, wie sich 2 Männer ärgerten, dass wir schon da waren. Ja tut mir leid, dass ich nicht gewartet habe, sondern stattdessen ins trockene „geflohen“ bin.  Ich war echt froh, dass dieser Tag geschafft war.

Mittwoch geht es weiter von Einbeck zur nächsten O.R.T. Filiale nach Northeim. Und es sind nur noch 5 Tage bis zum großen Fest auf der Burg Katlenburg. Ich bin schon ganz aufgeregt. Neben Live-Musik gibt es auch Zauberer und Gaukler, eine Feuershow und für´s leibliche Wohl wird auch gesorgt. Kommt und besucht uns, ab 13:30

Bis dahin eure Kathi

18.6.15 der „SV07 Moringen“ Weg

11 Grad zeigt mein Thermometer an, bei meinem morgendlichen Kaffee. Ich hab mich doch im Tag geirrt?! Muss ich mir noch Stiefel zulegen? Also zieh ich mir mal mehrere Schichten an, dann sollte es klappen. Vorsichtshalber noch ein paar extra Klamotten eingepackt und los ging´s zum Schulbauernhof in Hevensen, mein Ziel von gestern. Die Kids, waren schon wieder fleißig, Stall ausmisten, kochen und Brot backen. Ich huschte noch schnell zu Miriam um mich zu verabschieden.

der SV07 Moringen Weg
der SV07 Moringen Weg
der SV07 Moringen Weg
der SV07 Moringen Weg

Dann ging es auf die Landstraße Richtung Thüdinghausen weiter. Die Wolken versprachen nichts gutes, aber ich war ja ausgerüstet.  Außer meine Orthese, verflucht, wie bekommt man das geschützt, oder was passiert bei Regen, wenn man es nicht schützt? Ich kam an einem Autoreinigungsdienst vorbei und da fragte ich ganz frech, ob sie eine Tüte für mich hätten. Die Frau war ganz lieb und brachte mir eine Gefriertüte, die war bei den Temperaturen echt passend 😉
Es war sehr ruhig, ich hörte meine Musik vom MP3 Player und erfreute mich der frischen Luft und sehr rücksichtsvollen Autofahrern, die sogar abbremsten! In Thüdinghausen setzte ich mich erst einmal an einen Straßengraben und pausierte, denn ich war ziemlich früh dran.  Dann ging es auf der Landstraße weiter, ich glaube die Autofahrer haben meinen Blog gelesen, denn keiner versuchte mich in den Graben zu schieben. Es fing an zu regnen, dieser niedersächsische kalte, Nebelregen. Und plötzlich bremste neben mir ein Auto, ich erschrak mich richtig und ein älterer Herr sagte zu mir: “ Wo willste denn hin? Moringen? Das kann sich ja keiner mit ansehen, steig ein, ich fahr´dich :-) “  Ich musste so lachen, sagte ihm, dass das nicht geht, aber wenn er Lust hätte, könne er ja zum Sportplatz kommen und eine lecker Bratwurst mit uns essen.

Er kam leider nicht. Aber ich war inzwischen da! Ein richtig schöner Fußballplatz und sehr gepflegt, das kenne ich auch anders.  Ich war eine der ersten, die da waren, das war schon peinlich, langsam werde ich „warm“ und laufe knapp 8 Km ganz locker daher, machte mich verlegen, aber auch stolz. Vor einem halben Jahr einfach undenkbar.

Nach und nach kamen kleine und große Kinder, Eltern mit selbstgebackenen Kuchen im Gepäck und es riss gar nicht mehr ab. Es wurden immer mehr. Meine Freundin Maike war nur noch ein Nervenbündel und Dirk übernahm einiges. Es war einfach ein Traum zu sehen, was sie hier auf die Beine gestellt haben.

der SV07 Moringen Weg
der SV07 Moringen Weg

Es wurde ein echt cooles Fest, die Bürgermeisterin Frau Müller-Otte gesellte sich dazu. Eine Reporterin kam dazu und stellte ihre Fragen, aber eigentlich wollte ich wieder zu meinen Freunden. Auch meine Trine mit Melissa kamen extra aus Northeim. Selbst meine erste Bettnachbarin, nach meiner Diagnose kam mit ihrem Sohn vorbei. Ich war glücklich und wusste manchmal gar nicht wohin zu erst. Als ich ankam, fragte ich ganz höflich, ob ich mein selbst geschmiertes Brötchen  essen darf, obwohl so viele Liebe Menschen Fragen an mich hatten.

der SV07 Moringen Weg
der SV07 Moringen Weg

Dann stand da aber der ganze lecker Kuchen und ich hab mich echt rund gefuttert und keinen ausgelassen. Alles wurde zu kleinen Preisen angeboten und meine Spendengläser füllten sich.
Da kam ein kleiner Junge,  Nico v.d. Brüggen, er sagte mir, dass seine Eltern ihm erzählten, dass ich krank sei und er hat jetzt 5 Euro von seinem Taschengeld genommen und sie mir gegeben. Oh je, da war es ja fast wieder passiert, auch Tyler nahm sein Sparschwein und tat „etwas“ in das Spendenglas.  Ich war ziemlich gerührt von dieser Selbstverständlichkeit.

Dann begann das Fußballspiel, zu erst die E Jugend, danach spielte die C-Jugend und später noch die Mädchen mit einem Punktspiel.  Es machte echt Freude, da zuzuschauen.  Leider wurde bei dem ersten Spiel ein kleiner Mann am Auge verletzt und ich hoffe sehr, dass es ihm wieder gut geht. So etwas trifft mich immer bis ins Herz.  Ich möchte mich hier bei allen Eltern bedanken, die ihre Freizeit geopfert haben, um ihre Jungs und Mädels zum Spiel zu bringen, Kuchen gebacken haben und ein Dank auch an die fleißigen Engel, die im Hintergrund wirbelten! Und ein Dank an ALLE Spender!! :-)

Der Abend ging sehr lange und ich habe großartige Menschen kennenlernen dürfen! Ihr habt das toll gemacht!!!!

Nun sind zwei Tage Pause und Montag geht es weiter, von Moringen nach Einbeck zu O.R.T. … Ich bin schon sehr gespannt, was in der nächsten Woche auf mich wartet!

Der krönende  Abschluss der nächsten Woche wird am 27.6. auf der Burg Katlenburg gefeiert. Ihr seid alle dazu herzlichst eingeladen und ich freue mich auf eine Super Feier :-)   eure Kathi