hatt-2862

der Bremsen-Weg 29.6.15 von der Burg Katlenburg nach Hattdorf a.Harz

Warum Bremsen? Dazu gleich mehr…   Ich bekam ja Samstag Überraschungsbesuch von Freunden aus Bremen und die nächste Überraschung kam gestern Abend, Vanessa würde mitlaufen, das war ja gerade zu perfekt. Sie war schon früh da, so dass wir alles in Ruhe angehen konnten und dann zur Burg Katlenburg düsten. Torsten Runge war auch schon da und wir tranken noch zusammen einen Cappuccino, ich erzählte ihm von dem tollen Bericht im Göttinger Tageblatt und er wollte ihn noch unbedingt durchlesen, bevor wir los gingen.
Da stieß eine junge Frau zu uns, vom Eichsfelder Tageblatt, die anschließend Bilder vom Start machte. Wir redeten noch ein wenig, jeder ging noch mal in den sanitären Entspannungsbereich, ehe es los ging. Wir wurden noch auf einen Blitzer hingewiesen, der direkt in der 30 Zone, in einer Kurve sehr versteckt aufgebaut war. Na mal gut, stellt euch nur mal vor 😉 die hätten Augen gemacht 😉   Also langsam um die Kurve gelaufen, Augen offen gehalten, entdeckt und vorbei geschlichen. Alles gut gegangen.

Wir hatten einen sehr schönen Radweg links neben der Fahrbahn und konnten die Aussicht genießen. Ich hatte den Duft von frischen Erdbeeren in der Nase und mir lief sofort das Wasser im Mund zusammen. Ich hoffte sehr, dass diese rechts von der Straße befinden, aber sie waren nur 2 Meter von mir weg, als sie im Auge hatte. Da war ein Zaun, aber wie könnte man diesen überwinden?! Drüber springen? Neeee, vielleicht als Känguru mit Anlauf, aber ich? Ich schaff keine 10 cm hoch. Drunter durch ging auch nicht, dann sah ich jemanden mit einer Motorsense zwischen den Reihen durch mähen, vielleicht fliegt mir die eine oder andere entgegen?!  nein :-(  Ich erntete eher spezielle Blicke. Naja, dann eben nicht.

Wir kamen durch Lindau und suchten unseren Feldweg, da trafen wir einen ganz lieben Mann, mit einer Continental Hose an, er gratulierte mir zum Geburtstag und wünschte mir für mein Projekt alles Gute. Das fand ich echt süß. Er half uns auch mit der Feldwegfindung, da stehen nun mal keine Schilder. Die Sonne bruzzelte gnadenlos, ja ich weiß, bei Regen hat sie gemeckert und nun auch bei Sonne. Aber so ganz ohne Schatten wird das echt kuschelig. Ich wünschte mir einen Bikini an die Figur und Sonnencreme. Vanessa hatte ein wenig mit Flugtieren zu tun, diese abzuwehren, was mich immer wieder lachen ließ.

Wir kamen in Wulften an und sie hatte die gigantische Idee mit der Papiertonne :-) Selbige mit Wasser füllen und ungeniert rein springen. Uns hinderte daran nur eine Tatsache, die Tonnen waren noch voll. Müssen wir uns erst einmal mit einem Bäcker zufrieden geben. Da gab es einen bei Netto, aber auch da war die Bestuhlung in der Sonne, aber es war dennoch angenehm.

von der Burg Katlenburg nach Hattdorf a.Harz
von der Burg Katlenburg nach Hattdorf a.Harz

Wir gingen weiter und suchten unseren Rad- oder Feldweg, aber nichts. Oh man, dann wird´s wieder unangenehm, direkt an der Straße. Wir hofften auf Rücksichtsvolle Autofahrer. Aber wie auch auf den vergangen Strecken hofften wir bei vielen umsonst. Es wurde weder abgebremst, einige machten nicht mal etwas Platz, obwohl wir darauf achteten, ob gerade Gegenverkehr kommt. Das finde ich nicht nur schade, sondern auch super anstrengend. Apropos abbremsen… Bremsen…davon hatten wir dann doch genug, sie schwirrten um uns herum. Ich fragte Vanessa, ob wir so riechen würden? Oder gar wie Pferde…Nein, so schlimm war es noch nicht. Ja wir waren sehr verschwitzt, aber soooo? Wir wurden überfallen, von „nichtbremsenden“ Autofahrern und „Körperbremsende“ Bremsen. Wir haben beide einige Stiche kassiert. Dann bewaffneten wir uns mit Pflanzen zum wedeln und vermutlich dachten einige, die uns sahen, ein rituelles Körpergewedel 😉

Wir kamen endlich an, in Hattdorf, die ersten hunderte Meter sogar ohne Fußweg, immer noch auf der Straße laufend, aber dann kamen wir ganz schnell ans Ziel. Der Bürgermeister, nochmal ein Herr Kaiser, und Dieter empfing uns in der Eisdiele „Dolce Vita“, ach perfekt bei dem Wetter. Die Chefin begrüßte uns dann auch noch und wir bekamen von Herr Kaiser eine lecker Eisschokolade. Am liebsten wäre ich in den Becher gesprungen und um so länger wir mit Eis im Schatten saßen, um so mehr kam hervor, dass wir uns ganz schön verbrannt haben. Wir hatten noch ein tolles Gespräch mit Herr Kaiser und dann sind wir nach Hause gefahren, nun heißt es duschen, bevor noch mehr Bremsen mich schnuppern 😉

Mittwoch wird es noch wärmer und ich ziehe den Bikini in Erwägung 😉 Dann geht´s von Hattdorf nach Herzberg, ich freue mich auf einen neuen Tag, bis dahin Eure Kathi :-)