start_1

Starttag 1. Juni 2015

Nun ist es passiert…  Es war früh… kalt und verregnet, genauso etwas verkatert… Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf, wird der Betrüger wieder auftauchen und sein schmutziges Spiel weiterspielen? Wie bekomme ich diesen Menschen dazu sich bei allen Beteiligten zu entschuldigen? Bei dem ganzem Organisations- und Betreuerteam, sowie bei dem ganzen Publikum vom Rosdorfer Lauftag?

Ich hatte für einen kurzen Moment Zweifel an meinem Vorhaben und schon war ich angekommen an der Hauptfiliale von O-R-T, da wurde mir selbst der letzte Zweifel genommen!

Das O-R-T Team wartete schon auf mich, sie waren alle da, Herr Ties, Herr Gebauer, Herr Asselmeyer und Frau Kolle. Alles war sehr schick angerichtet und Frau Kolle richtete den roten Teppich. Ein roter Teppich, für mich?! Oh ja!  Zudem wartete Herr Schramm und Herr Nickel von der Commerzbank Göttingen,  Axel Armbrecht (Engel&Völkers), Dr. Markus Thiele (Kanzlei Kleinjohan) auch Kimbu war am Start mit Frau Mollenhauer mit einer Mitarbeiterin und dem Gründer von Kimbu, die drei hatten „Kalle“ dabei, der mir die Aufregung etwas nahm. Außerdem die komplette Familie Eikenberg (Imprints Rosdorf) und  natürlich mein Freund, meine Laufbegleiterin und Freundin Susi. Ich hab mich auch sehr über den Besuch der Pastorin von Rosdorf Frau Mertins gefreut.

Die Begrüßung übernahm Herr Asselmeyer und er hat auch tolle Worte gefunden und die Commerzbank hatte eine tolle Überraschung für mich und überreichte mir einen Scheck in Höhe von 500,00 Euro.

Nun wollte ich aber wirklich los, sonst würde ich wieder Tränen verlieren. Da nahm ich die Regie in die Hand und durfte unter Applaus, auf einem roten Teppich meine Tour starten.  Die ersten Kilometer legten wir zu fünft zurück, drei Mitarbeiter von O-R-T, Susi und ich.

Man wird es nicht glauben, der Himmel riss auf und zeigte sich von seiner schönsten Seite und die ersten Meter wusste man nicht, was man sagen sollte, alle waren ins Schweigen vertieft.
Aber wir Mädels haben nicht lange durch gehalten und los geplaudert. Nach ein paar Kilometer haben wir uns von den 3 Mitläufer verabschiedet und sind zu zweit weiter gelaufen. Und es sollte noch unser kleines Abenteuer werden….  *Fortsetzung folgt*

Hier kommt die Fortsetzung :-)

…wir haben  kichernd überlegt, ob man sich wohl verlaufen könne?! Sie meinen sicher, niemals, aber man kann!
Wir haben uns bis Mengershausen super durchgeschlagen und alles lief super. Ich wollte es mir nicht nehmen lassen, einmal auf den Kreisel zu klettern und ein Foto zu machen, mit dem Ortsnamen Mengershausen.

Das Café, in dem wir uns Pause machen wollte, hatte leider Ruhetag und so sind wir nach einer recht kleinen Pause weitergelaufen. Wir wurden sehr kritisch beäugt, denn wir hatten Verstärkung bekommen von Susanne und ihrer Hündin Amy. Drei Mädels, die da fröhlich plappernd durch den Ort liefen und das in auffälligen Sportsachen und einer großen Hündin im Schlepptau. Susanne und Amy schickten uns ab Lemshausen alleine weiter und wir hatten den ersten „Anstieg“ vor uns. Wir haben uns blöder Weise gegen die Landstrasse und für die Feldmark entschieden. Nachdem wir endlich oben waren und gefühlt 500m über dem Land auf alle Orte schauen konnten, genossen wir den Ausblick.

Wir wurden dann von der recht schroffen Stimme des Navis unterbrochen, welches uns mitteilte, dass die Restzeit bis zum Ziel noch 3 Stunden und 44 Minuten dauern sollte. Stille und große Augen! Moment mal, es waren doch nur noch 6 Kilometer?!
Ja, wir haben es geschafft! Wir haben uns ordentlich verlaufen.
Ich habe lange nicht mehr so sehr gelacht. Wie sollten wir das dem Bürgermeister von Jühnde, Herr Bode und den Betreuern erklären?!

Da kam die Rettung, ein junger Mann, ich vermute Schäfer, kam vorbei und wir zwei aufgeregten Mädels quasselten durcheinander auf ihn ein, wieso, weshalb und wohin wir müssen. Ich mag gar nicht wissen, was der arme Jonas (so hieß der junge Mann) in diesem Moment gedacht hat. Aber er schickte uns auf den richtigen Weg und ich schwor mir, nie mehr die Landstrassen zu verlassen. Da stehen wenigstens Schilder 😉

Ankunft in Jühnde

Dann der Einlauf in Jühnde und ein toller Empfang von Herrn Bode und seiner Frau. Dabei waren auch Herr Paffenholz von der Bio-Energie Anlage, Familie Harryhausen und Bürger von Jühnde.
Wir wurden mit Getränken versorgt und hatten tolle Gespräche! Ich hatte an Herr Paffenholz ganz spezielle Fragen, die er mir mit viel Geduld beantwortet hat.  Herr Bode sagte zum Schluss einen Satz, der mir nicht mehr aus dem Kopf gehen wird:

Ich und Jühnde haben eine tolle Sache gemeinsam, beide blicken nur noch in die Zukunft.

Er hat so recht! Unser „Jonas-Weg“ war auf ganzer Linie ein großer Erfolg für mich!

Danke Jonas für Deine Hilfe, sonst wären wir vermutlich inzwischen in Kassel 😉

Am 3. 6. geht es weiter, nach Friedland und ich freue mich darauf, hoffen wir auf wieder so nette Menschen und kleine Abenteuer. Auch diesmal wird mich Susi begleiten, es bleibt also spannend.

Ein Gedanke zu „Starttag 1. Juni 2015“

Kommentare sind geschlossen.